Fall Lucie

Fall Lucie: Das Obergericht weist die Beschwerde der Familie Trezzini ab

«Warum war Daniel H. auf freiem Fuss?». Das fragte sich die Familie von Lucie auch und ortete ein fahrlässiges Verhalten seitens der Kantonsangestellten.

«Warum war Daniel H. auf freiem Fuss?». Das fragte sich die Familie von Lucie auch und ortete ein fahrlässiges Verhalten seitens der Kantonsangestellten.

Die Familie Trezzini ortete bei den Kantonsangestellten, welche die Entlassung des späteren Mörders von Lucie aus dem Massnahmenvollzug verantworteten, ein fahrlässiges Verhalten. Das Obergericht hat die Beamten nun von diesem Vorwurf freigesprochen.

Die Familie Trezzini wollte, dass die fünf Kantonsangestellten, welche die bedingte Entlassung des späteren Mörders von Lucie, Daniel H., aus dem Massnahmenvollzug verantworteten, zur Rechenschaft gezogen werden. Nun wurden die Mitarbeiter vom Obergericht des Kantons Aargau vom Vorwurf der Fahrlässigkeit freigesprochen. Die Beschwerde der Familie Trezzini wurde abgewiesen.

Beschwerde gegen Einstellung des Verfahrens

Die Trezzinis wehrten sich gegen einen Entsched des ausserordentlichen Staatsanwalts vom 21. Januar 2013. Dieser hatte verfügt, dass ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen die fünf Personen, die mit dem Straf- und Massnahmenvollzug des Täters Daniel H. befasst waren, eingestellt wird.

Nicole Trezzini will für den Mörder ihrer Tochter nicht nur lebenslänglich, sondern lebenslängliche Verwahrung.

Nicole Trezzini will für den Mörder ihrer Tochter nicht nur lebenslänglich, sondern lebenslängliche Verwahrung.

Das Obergericht bestätigte mit dem Urteil vom 28. August das Ergebnis der Strafuntersuchung, wonach für die Beschuldigten eine strafrechtliche Verantwortung für den am 4. März 2009 begangenen Mord an Lucie Trezzini auszuschliessen ist.

Es kam in seinen Urteil vom 28. August zum Schluss, den beschuldigten Personen sei im Zusammenhang mit der bedingten Entlassung des Täters aus dem vierjährigen Massnahmenvollzug kein fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen, wie das Obergericht heute mitteilt.

Die Strafuntersuchung wird damit gegen die Kantonsangestellten nicht weitergeführt, und es wird auch keine Anklage gegen sie erhoben.

Die obergerichtlichen Urteile sind noch nicht rechts-kräftig und können beim Bundesgericht angefochten werden.

Strafverfahren gegen den Täter

Nach der Tötung von Lucie Trezzini hat das Aargauer Obergericht am 18. Oktober 2012 die lebenslängliche Verwahrung des Täters Daniel H. veranlasst. Dieser hat das Urteil beim Bundesgericht angefochten.

Der Vater von Lucie Trezzini im Video-Interview

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