Seit heute Montag ist klar, dass es bei der FDP zu einem Duell um die Ständeratsnomination kommt. Am Parteitag vom 29. November entscheidet sich, ob Matthias Jauslin (56, Wohlen) oder Thierry Burkart (43, Baden) offizieller Kandidat wird.

Die Jungfreisinnigen haben sich am Parteitag entschieden, Burkart zu unterstützen. Medienchef Benjamin Riva hält per Mitteilung fest: «Thierry Burkart hat als früherer Präsident eine starke gemeinsame Vergangenheit mit den Jungfreisinnigen und steht heute noch in engem Kontakt mit dem Jungfreisinn.»

Burkart sei im Hinblick auf den Job als Ständerat in Bern bestens vernetzt und als ehemaliger Präsident des Grossen Rats kantonal sehr gut verankert. Stefan Ammann, Präsident der Jungfreisinnigen, hält fest: «Thierry Burkart ist ein wahrer Liberaler, fachlich bestens qualifiziert und vertritt auch die Interessen der jüngeren Generation in Bern.»

Nominierte und mögliche Aargauer Ständeratskandidaten:

Frauenkandidatur kein Thema

Auch die FDP Frauen legt sich laut einer Mitteilung auf Burkart fest. Der Vorstand hat am Montag an einer Sitzung einstimmig beschlossen, dessen Kandidatur zu unterstützen. Burkart habe sich im Nationalrat, wo er seit 2015 sitzt, einen namhaften Einfluss erarbeitet. Als Grossratspräsident habe er gezeigt, dass ihm der Aargau am Herzen liege. «Er versteht es, die Stimmung der Bevölkerung aufzunehmen, und ist volksnah», schreibt die FDP Frauen. Burkart habe beim Gegenentwurf zur Velo-Initiative oder im Komitee «Bahnanschluss Mittelland» bewiesen, dass er willens und fähig sei, parteiübergreifend zu arbeiten.

Im Umfeld der Bewegung «Helvetia ruft», die sich für Frauen in der Politik einsetzt, gab es Stimmen, die FDP-Grossrätin Maja Riniker als Kandidatin ins Spiel brachten. Riniker sagte jedoch ab, und auch bei der FDP Frauen war eine weibliche Kandidatur kein Thema. «Wir hatten mit Christine Egerszegi acht Jahre eine Frau als Ständerätin und haben mit Thierry Burkart nun den idealen Kandidaten für den Aargau», sagt Frauen-Präsidentin Martina Sigg.