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«Frauenaargau» ist gerettet – dank zweier Ehemaliger

Amanda Sager-Lenherr und Claudia Hauser (rechts).

Amanda Sager-Lenherr und Claudia Hauser (rechts).

Claudia Hauser und Amanda Sager-Lenherr wollen das Präsidium des Frauenverbandes übernehmen. Er kann damit weiter bestehen.

Claudia Hauser und Amanda Sager-Lenherr stellen sich am 12. März als Co-Präsidentinnen des Vereins Frauenaargau zur Wahl. Damit ist der Verein gerettet. Anfang Februar erst hat sich der gesamte Vorstand dazu entschieden, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten, aber Nachfolgerinnen waren nicht in Sicht. Dem Verein drohte kurz vor seinem 30-jährigen Bestehen das Aus.

Entsprechend erleichtert ist jetzt Noch-Präsidentin Sandra Kohler. «Wir sind sehr glücklich, dass sich Claudia Hauser und Amanda Sager-Lenherr bereit erklärt haben, das Präsidium zu übernehmen», sagt sie. Amanda Sager-Lenherr war vor einiger Zeit bereits während sieben Jahren Frauenaargau-Präsidentin, Claudia Hauser war Vorstandsmitglied. «Sie sind sehr motiviert und kennen den Verein und seine Aufgaben bestens», sagt Sandra Kohler.

«Wir wollten in kurzer Zeit viel erreichen und kamen dabei an unsere Grenzen», so Kohler. Sie denke, dass das neue Co-Präsidium seine Aufgabe jetzt ruhiger angehen werde und den Verein erfolgreich führen kann.
Ausruhen steht aber auch für Claudia Hauser und Amanda Sager-Lenherr nicht auf der Traktandenliste. Im nächsten Jahr steht etwa das 50-Jahr-Jubiläum der Zustimmung zum Frauenstimmrecht an, was der Verein gebührend zu feiern gedenkt. Und bereits im Oktober finden im Aargau die Gesamterneuerungswahlen von Gross- und Regierungsrat statt – wie immer ist auch hier das Ziel, dass Frauen für ein politisches Amt gefördert und motiviert werden. «Die Arbeit geht nach dem letztjährigen Frauenjahr nicht aus», stellt Sandra Kohler deshalb klar.

Etwas wehmütig ist die aktuelle Präsidentin aber doch. «Es hat einen Knall gebraucht, damit ein stabiler Vorstand mit ausreichend Ressourcen gebildet werden konnte. Das hätte ich mir anders gewünscht», sagt sie. Es sei Glück im Unglück, dass sich auf die Rücktrittsankündigung und die damit drohende Auflösung des Vereins viele Frauen gemeldet und ihre Hilfe angeboten haben. Doch jetzt könne sie sich mit einem besseren Gefühl aus dem Verein zurückziehen.

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