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Freihändig auf der Harley zur Hochzeit: Freddy Nock droht eine Anzeige

Es wäre bestimmt der schönste Tag seines Lebens geworden, hätte Freddy Nock nicht die Finger von seinem Töff-Lenker gelassen. Und hätten 15 seiner rund 50 Harley-Freunde die Rotlichter beachtet. Doch es kam eben alles anders.

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Freddy Nock und seine frischangetraute Frau auf dem Motorrad. Hier hält er den Lenker wenigsten noch mit einer Hand.

Freddy Nock und seine frischangetraute Frau auf dem Motorrad. Hier hält er den Lenker wenigsten noch mit einer Hand.

Adrian Bretscher/SI

Eigentlich wollte Freddy Nock doch nur seine Freundin Ximena Soltermann heiraten und mit ihr den glücklichsten Tag seines Lebens verbringen. Dafür Überlegte sich Nock einige Besonderheiten.

Das verlobte Paar reiste mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft auf Töffs von Uekheim nach Dietikon. Und weil es so schön war, posierten die beiden für ein fotoshooting freihändig auf Nocks fahrender Harley. Das gab zwar tolle Hochzeitsfotos, freute die Kantonspolizei Zürich aber ganz und gar nicht.

Verbot missachtet

«Das freihändige Fahren ist verboten», sagt Cornelia Schuler, Sprecherin der Kapo Zürich, gegenüber «blick.ch». «Wir prüfen, ob Freddy Nock gegen das Strassenverkehrsgesetz verstossen hat und ob diese Aktion eine Verzeigung zur Folge haben könnte.»

Rotlicht gilt nicht

Eindeutiger zeigt sich die Sachlage bei 15 seiner Töff-Freunde. Sie fuhren an einer Kreuzung in Dietikon einfach weiter, nachdem die Ampel auf Rot umschaltete.

Weil Nock keine Bewilligung für den Töff-Tross einholte, bleibt die Polizei hart. «Das Überfahren eines Rotlichts wird mit 250 Franken gebüsst, wenn nicht eine konkrete Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vorliegt», sagt Schuler gegenüber «Blick.ch». Ansonsten falle die Busse noch höher aus.

Freddy Nock denkt nicht daran, die Bussen für seine Töff-Freunde zu bezahlen. «Jeder ist für sein Verhalten selber verantwortlich», lässt der Hochseilakkrobat «Blick» ausrichten.

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