Fachhochschule Nordwestschweiz
Fristlos entlassener FHNW-Professor leitete zwei Millionen Franken um

Im September hatte die Fachhochschule Nordwestschweiz Professor Martin Klöti fristlos entlassen. Sie war ihm auf die Schliche gekommen, dass er unbemerkt Gelder für externe Projekte eingesetzt hat.

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Martin Klöti wurde im September von der Fachhochschule Nordwestschwei fristlos entlassen.

Martin Klöti wurde im September von der Fachhochschule Nordwestschwei fristlos entlassen.

Walter Schwager

Die Aargauer Regierung äussert sich nun in einer Interpellation zum fristlosen Kündigung von Professor Klöti. Die Fachhochschule hatte im September noch nicht sagen können, wie viel Fachhochschul-Gelder der Professor eigenmächtig für externe Projekte eingesetzt hat. Die «Aargauer Zeitung» hatte den Fall damals öffentlich gemacht.

Nun geht aus der Antwort des Regierungsrat zu einer Interpellation hervor: Es waren rund 1,9 Millionen Franken.

Professor Klöti hatte im September gegenüber der «Aargauer Zeitung» ausgeführt, dass die Gelder für den Aufbau langfristiger Projekte investiert wurden. Diese seien «durchaus auch im Sinne des Auftrags und der strategischen Ziele der FHNW». Allerdings wurden seine Projektanträge nicht genehmigt. Mit seinem eigenmächtigen Vorgehen hatte er sich über den negativen Entscheid seiner Vorgesetzten hinweggesetzt.

Martin Klöti war ab 2008 Leiter des Instituts für Geistes- und Naturwissenschaften an der Hochschule für Technik in Brugg-Windisch. Dazu gehören rund 50 Mitarbeiter. (pz)

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