Wildunfall

Fuchs überfahren, Polizei zu spät informiert: Aargauer geht lieber in den Knast, als Busse zu zahlen

Fuchs überfahren: Nun droht Matthias Baumann eine Gefängnisstrafe

Fuchs überfahren: Nun droht Matthias Baumann eine Gefängnisstrafe

Weil er einen Fuchs überfahren und die Polizei zu spät darüber informiert hat, ist bei Matthias Baumann eine hohe Rechnung im Briefkasten gelandet. Die fast 1000 Franken will er nicht bezahlen. Lieber wandert er für vier Tage hinter Gitter.

«Ich hatte keine Chance», erklärt Matthias Baumann, am Steuer sitzend. Er ist mit dem Lokalfernsehsender Tele M1 auf der Ausserortsstrecke zwischen Attelwil und Schöftland unterwegs, auf der er im vergangenen Jahr einen Fuchs überfahren hat. Das Wildtier sei «voll in den PW hinein», sagt Baumann. Am selben Nachmittag habe er sich gegen 16 Uhr bei der Polizei gemeldet. Zu spät, wie sich herausstellen sollte.

Die happige Busse von 400 Franken und den zusätzlichen 535.50 Franken für die Verfahrenskosten will Matthias Baumann hält er nicht für angemessen. «Ich bezahle das nicht», sagt er. Dafür droht ihm nun eine Gefängnisstrafe von vier Tagen wegen der nicht bezahlten Busse und eine Betreibung wegen der nicht bezahlten Verfahrenskosten.

Baumann geht es aber «ums Prinzip». Er habe sich ja gemeldet, moniert er. Deshalb will er nun die Strafe absitzen, auch wenn es «zum Lachen» sei. Der Fuchs sei ohnehin tot gewesen und andere Automobilisten seien auch noch über das Tier gefahren. Abschliessend sagt Baumann: «Ich hoffe, dass die, die diesen Entscheid gefällt haben, auch mal so etwas erleben und <übernachten> gehen müssen». (cri)

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