Wettingen

Führungs-Kritik an Feri: SP spricht von «Manöver» und «Trumpisierung des Wahlkampfs»

Die SP eilt ihrer Kandidatin zu Hilfe und spricht von einer "Trumpisierung des Wahlkampfs".

Die SP eilt ihrer Kandidatin zu Hilfe und spricht von einer "Trumpisierung des Wahlkampfs".

Die SP Aargau ruft die anderen Parteien zu Fairness im Schlussspurt der Wahlen auf. Und sie klagt: Eine Trumpisierung des Wahlkampfs sei unwürdig.

Der SP-Regierungsratskandidatin Yvonne Feri (SP) wird kurz vor dem zweiten Wahlgang vom Sonntag für den fünften Sitz in der Aargauer Regierung Versagen als Sozialvorsteherin in Wettingen vorgeworfen. Es geht um eine Organisationsanalyse der sozialen Dienste, die in Auftrag gegeben wurde und deren Ergebnisse der Präsident der Finanzkommission als «erschütternd» bezeichnet hat.

Feris Partei reagiert verstimmt: "Die SP Aargau fordert alle am Wahlkampf beteiligten Parteien auf, sich auch in der Schlussphase des Wahlkampfes an Wahrheit und Fairness zu halten", teilt sie am Montag mit. Sie fordert die bürgerlichen Parteien und Wahlkomitees auf, ihre allfälligen Verstrickungen in diese Manöver offen zu legen oder sich unmissverständlich davon zu distanzieren. Diese Trumpisierung des Wahlkampfes sei dem Kanton Aargau unwürdig.

In letzter Minute würden die Gegnerinnen und Gegner von SP-Regierungsratskandidatin Yvonne Feri in die "unterste Schublade" greifen. Den Medien sei in den vergangenen Tagen Inhalte aus vertraulichen Dokumenten der Gemeinde Wettingen zugespielt worden. "Es handelt sich offensichtlich um gezielte Verletzungen des Amtsgeheimnisses", so die SP.

Die SP Kanton Aargau verurteilt diesen Missbrauch vertraulicher Behördeninformationen für den Wahlkampf auf das Schärfste, wie sie in der Mitteilung weiter schreibt. Hier sei gezielt versucht worden, mit selektiver Information eine Fehlinterpretation zu Ungunsten von Yvonne Feri zu provozieren.

"Schmierenkampagne"

Bei genauerer Betrachtung bleibe nichts von den angeblichen Vorwürfen hängen. Vielmehr handle es sich um "eine inakzeptable Schmierenkampagne gegen Yvonne Feri".

Die SP erklärt den Fall so: Yvonne Feri habe 2016 einen externen Bericht über die Sozialen Dienste verlangt, weil sie die Schwierigkeiten, die durch ein Führungsvakuum und vermehrte Abgänge entstanden seien, gezielt lösen wollte.  

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