Grossveranstaltungen

Gallati will 1000er Grenze kippen: Mit diesen konkreten Massnahmen sollen halbvolle Stadien möglich werden

Jean-Pierre Gallati: "Wenn der Bundesrat bei der 1000er Grenze bleibt, macht der den Profisport und die Kultur kaputt."

Jean-Pierre Gallati: "Wenn der Bundesrat bei der 1000er Grenze bleibt, macht der den Profisport und die Kultur kaputt."

Am Mittwoch entscheidet der Bundesrat, ob er das Verbot von Grossveranstaltungen lockert. Für den Aargauer Gesundheitsminister Jean-Pierre Gallati ist klar: Es gibt keinen anderen Weg. Er hat auch klare Vorstellungen, wie das machbar ist.

«Wenn der Bundesrat bei der 1000er Grenze bleibt, macht er den Profi-Sport und die Kultur kaputt.» Das sagt Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Galllati unmissverständlich im Montagsinterview mit der "Aargauer Zeitung". Gallati verrät: Der Aargau gehört zu den sieben Kantonen, die sich für eine Lockerung des Verbotes von Grossveranstaltungen (ab 1000 Teilnehmern/Zuschauern) aussprechen. Die Mehrheit der Kantone dagegen wolle beim Status Quo bleiben.

«Wir müssen mit Corona leben lernen", sagt Gallati. "Wir werden die Fallzahlen nie auf null bringen, das wäre illusorisch.»

Nach Ansicht von Gallati sollen Outdoor-Veranstaltungen, also zum Beispiel Spiele des FC Aarau, wieder mit mehr als 1000 Zuschauern möglich werden.

Gallatis konkrete Vorstellung: 30 bis 50 Prozent des Stadions füllen, Sektoren einführen, allenfalls mit nummerierten Plätzen sowie eine Maskenpflicht am Eingang und im Eingangsbereich. «Sicher aber nicht auf der Tribüne», betont Gallati im AZ-Interview.

Die Kriterien müssten schweizweit gelten, so Gallati. Es brauche eine Bewilligungspflicht sowie ein Alkoholverbot für Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen.

Lesen Sie das ganze Interview mit Jean-Pierre Gallati ab Montagmorgen: Warum er Maskenpflicht in den meisten Situationen überflüssig findet, was er in der Coronakrise gelernt hat und wie er mit Leuten umgeht, die behaupten, das Virus gebe es gar nicht.

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