«Erlebnismoment Aargau»

Gebeutelt durch Coronakrise: Durch Gutscheinaktion sollen 660'000 Franken an lokales Gewerbe fliessen

V. l.: Landammann Markus Dieth, AKB-Direktionspräsident Dieter Widmer, Axpo-Medienchefin Catherine Mettler, Aargau-Tourismus (AT)-Direktorin Andrea Portmann, AT-Präsidentin Kathrin Scholl, Regierungsrat Urs Hofmann, Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammännervereinigung

V. l.: Landammann Markus Dieth, AKB-Direktionspräsident Dieter Widmer, Axpo-Medienchefin Catherine Mettler, Aargau-Tourismus (AT)-Direktorin Andrea Portmann, AT-Präsidentin Kathrin Scholl, Regierungsrat Urs Hofmann, Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammännervereinigung

In Zusammenarbeit mit der Axpo und der Aargauer Kantonalbank hat Aargau Tourismus eine Gutscheinaktion namens «Erlebnismoment Aargau» lanciert. Durch diese fliessen insgesamt 660'000 Franken an das lokale Gewerbe. Zusätzlich werden Gutscheine an finanziell Benachteiligte verteilt.

Der coronabedingte wirtschaftliche Lockdown traf die touristische Infrastruktur mit voller Wucht – nichts ging mehr. Inzwischen sind Restaurants, Museen usw. wieder offen. Viele Menschen sind aber noch im Angstmodus. Dies sagte Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammännervereinigung, an einer Medienkonferenz von Aargau Tourismus in Aarau.

Eine Gutscheinaktion von Aargau Tourismus zusammen mit der Aargauischen Kantonalbank (AKB) und der Axpo soll diesen Modus jetzt überwinden helfen. Dafür lancieren sie für die Bevölkerung gemeinsam eine Gutscheinaktion «Erlebnismoment Aargau», deren Erlöse direkt den lokalen Leistungsträgern zugutekommen. Dies gaben sie an der Medienkonferenz bekannt. So werden ab Freitag via www.erlebnismoment.ch und über die Website von Aargau Tourismus – in Etappen – insgesamt 3333 Gutscheine mit einem Wert von 50 Franken für nur 35 Franken angeboten (maximal zwei Gutscheine pro Käufer). Zusätzlich lässt die AKB in einer Solidaritätsaktion über die Gemeinden 20'000 Gutscheine à 25 Franken an finanziell Benachteiligte in allen Aargauer Gemeinden zukommen. Zusammen fliessen über 660000 Franken in das lokale Gewerbe.

Dabei besteht die Hoffnung auf einen Multiplikatoreffekt, so Volkswirtschaftsdirektor und Tourismus-Schirmherr Urs Hofmann. Es sei eine gute Möglichkeit, die Konsumentenstimmung im Aargau zu stärken und viele schöne Seiten des Aargaus kennen zu lernen.

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Geboren wurde die Gutscheinidee bei Aargau Tourismus (AT), so dessen Präsidentin Kathrin Scholl. Damit will man den Menschen Lust vermitteln, zum Beispiel wieder ins Restaurant zu gehen, und gleichzeitig von der Krise geschüttelte Betriebe unterstützen. Finanziell ermöglicht wird die Gutschein-Aktion von der AKB und der Axpo. «Wir sind überwältigt vom Engagement der beiden Unternehmen für den Aargau», sagt denn auch AT-Direktorin Andrea Portmann. Man habe diese Aktion keinesfalls zu Lasten der betroffenen Betriebe machen wollen, betonte Portmann.

Derzeit werden die Gutscheine (gültig bis Ende 2021, Teileinlösungen sind möglich) von 150 Anbietern im Kanton akzeptiert. Von der Gastronomie über die Hotellerie, Kunst- und Kultur- bis zu Freizeiteinrichtungen, Winzern, Brauereien, Hoflädeli und lokales Gewerbe sind viele dabei. Die Liste könne problemlos noch erweitert werden, so Portmann.

AKB investiert zusätzlich eine halbe Million

Von Anfang an begeistert von der Idee zeigte sich die Axpo. Die Medienverantwortliche Catherine Mettler: «Axpo hat allen ihren Mitarbeitenden bereits Essens-Gutscheine für lokale Caterer und Restaurants geschenkt, das kam hervorragend an. Solidarität ist wichtig in Zeiten wie diesen.» Deshalb engagiere sich die Axpo auch gern in diesem Projekt als Sponsor.

Die Idee fiel auch bei der AKB auf fruchtbaren Boden. AKB-Direktionspräsident Dieter Widmer: «Wir freuen uns, damit das lokale Gewerbe zu unterstützen, aber auch all jenen Menschen in unserem Kanton eine Freude zu bereiten, die schwierige Zeiten durchmachen.» Für die bereits erwähnten 20 000 Gutscheine investiert die AKB eine halbe Million Franken. Das freut auch Landammann Markus Dieth. Für ihn unterstreicht die AKB (die dem Kanton gehört) «mit ihrem zusätzlichen Engagement in dieser schwierigen Zeit, dass sie die Bank der Aargauerinnen und Aargauer ist».

Sie wisse, sagte Renate Gautschy, dass es Menschen gibt, die sich sonst keine so unbeschwerten Momente leisten können. Um das zu ermöglichen, gehen die 20'000 Gutscheine jetzt kontingentsweise nach Einwohnerzahl an die Gemeinden, die diese dann vergeben können.

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