Wie sehen Sie die Rolle der Aargauer Gewerbebetriebe, Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Handicaps und Arbeitsstellen für Menschen mit Einschränkungen anzubieten?

Kurt Schmid: Die aargauischen Unternehmen unterstützen seit je Menschen mit Handicaps. Nicht alle Betriebe eignen sich dazu. In den meisten Unternehmen ist eine bestimmte Betriebsgrösse notwendig, um optimale Rahmenbedingungen zu gewährleisten.

Was spricht für Firmen in der Privatwirtschaft, Lernende mit besonderen Bedürfnissen anzustellen?

Die Firmen zeigen mit diesen Anstellungen Verständnis für ein umfassendes soziales Netzwerk.

Was ist die Schwierigkeit dabei aus Sicht der Arbeitgeber?

Die grösste Schwierigkeit dürfte darin liegen, dass die Mitarbeitenden mit Einschränkungen den gestellten Anforderungen genügen können und am passenden Ort eingesetzt werden können

Welche Erfahrungen haben Sie in den vergangenen Jahren im Aargau mit Firmen gemacht, die Arbeitsplätze für Menschen mit Einschränkungen anbieten?

Ich habe mich an einem Start-up-Unternehmen finanziell beteiligt, das Menschen mit Einschränkungen beschäftigt. Dabei kommt zum Vorschein, dass diese Menschen eine dauernde und stärkere Betreuung benötigen. Klar ist, dass solche Unternehmen nicht mit einer höheren Gewinnerwartung rechnen dürfen.

Was wünschen Sie sich als Gewerbepräsident in Hinblick auf integrative Massnahmen?

Ich wünsche mir, dass die Unternehmen die nötige zeitliche, finanzielle und infrastrukturelle Kapazität haben, um diese Menschen aufzunehmen.