Zofingen

Giezendanner Partnerin will Richterin werden: «Bin nicht in jedem Punkt auf SVP-Linie»

Verliebt, verlobt, politisch weitgehend im Einklang und in ihren Berufen erfolgreich: die künftige Frau Giezendanner und Managerin Roberta Baumann und der «Fuhrhalter der Nation», Ulrich Giezendanner.

Verliebt, verlobt, politisch weitgehend im Einklang und in ihren Berufen erfolgreich: die künftige Frau Giezendanner und Managerin Roberta Baumann und der «Fuhrhalter der Nation», Ulrich Giezendanner.

Bisher war Managerin Roberta Baumann ohne öffentliches Amt. Nun kandidiert sie für ein Richteramt. Schon bei verschiedenen beruflichen Weiterbildungen war sie mit Rechtsfragen konfrontiert, was sie enorm fasziniert und interessiert habe.

Roberta Baumann, die noch in diesem Monat mit Ulrich Giezendanner vor Gott und den Traualtar tritt, ist seit Jahren engagiertes Mitglied der SVP. «Richtig», sagt sie am Telefon auf eine entsprechende Frage, «ich bin bisher ohne öffentliches Amt gewesen.»

Was sprach in der Vergangenheit dagegen? «Mein Beruf und mein Interesse an Weiterbildung», sagt sie. Ihr Engagement hat sie ins Topkader eines namhaften Berner Warenhauses aufsteigen lassen. Bei Loeb ist sie zuständig für weite Bereiche des Einkaufs und leitet ein grösseres Team.

Aber nun Bezirksrichterin? «Ja – und ich habe eben mit meinem Chef für den Fall einer Wahl über Organisatorisches gesprochen.» Das Richteramt hat sie seit längerem interessiert, «wie mich auch Menschen und deren Schicksale sehr beschäftigen». Hinzu komme ihr tiefes Gefühl für Gerechtigkeit, das sich klar am Gesetz orientiere, aber auch auf einem Rechtsempfinden beruhe, das dem gesunden Menschenverstand und damit dem Bauch entspringe. Bei verschiedenen beruflichen Weiterbildungen war sie mit Rechtsfragen konfrontiert, «was mich enorm interessiert und fasziniert hat».

«Ich werde mich organisieren»

Sie sei aus Überzeugung SVP-Mitglied, aber nicht in jedem Punkt auf der Parteilinie. «Ich denke, mit Blick auf das Richteramt, über eine sehr gute Menschenkenntnis zu verfügen.» Für den ersten Wahlgang habe sie sich nicht gemeldet, da sich die Rothrister SVP-Parteipräsidentin Claudia Lengyel-Zimmerli für das Amt am Bezirksgericht interessiert hatte und «ich ihr deshalb ohne Anmeldung den Vorrang gelassen habe». Über eine Wahl würde sich Baumann sehr freuen, sich danach beruflich und privat entsprechend organisieren. Ein starker Ansporn sei für sie zudem, sich in Rechtsbelangen weiterzubilden.

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