Muri

Gottesdienst mit Vogelgezwitscher

Die Gläubigen beim Pfingstgottesdienst in Muri.

Die Gläubigen beim Pfingstgottesdienst in Muri.

Rechtzeitig zu Pfingsten sind endlich wieder Gottesdienste mit Gläubigen möglich.

Seit dem 28. Mai können die Gläubigen endlich wieder Gottesdienste besuchen. Die Pfingstmesse in Muri fand wegen der Schutzmassnahmen nicht in der Klosterkirche statt. Kaplan Josef Wiedemeier kam den Weg zur Pfarrkirche St. Goar entlang. Vorläufig darf dort nur der Haupteingang benützt werden. «Eine persönliche Begrüssung von mir an der Tür gibt es nicht», berichtete er, «die Besucher gehen einfach hinein und werden dann über die Massnahmen in der Kirche informiert.»

Nach und nach gelangen die Gläubigen zur Kirche. Alle sind darauf bedacht, den gebotenen Abstand einzuhalten. Am Haupteingang stehen zwei Spender für die Handdesinfektion, das Weihwasserbecken ist leer. Zwei Vertreter der Gemeinde achten darauf, dass alle Massnahmen eingehalten werden. Die Kirchenbänke sind mit Klebestreifen versehen, die anzeigen, wohin man sich setzen darf.

Pfingsten zählt zu den besonders wichtigen christlichen Feiertagen. Nachdem Ostern wegen der Corona-Pandemie nicht im üblichen Rahmen gefeiert werden konnte, sind die Gläubigen nun sehr froh, dass wieder Gottesdienste erlaubt sind. Gerade im Hinblick auf Pfingsten, das vereinfacht ausgedrückt als «Geburt» der Kirche angesehen werden kann. Der Gottesdienst war in Bezug auf die Coronamassnahmen zwar gut besucht, aber keineswegs so, dass sich jemand beengt hätte fühlen können. Die Türe blieb weit offen, damit frische Luft reinkam, mit dem schönen Nebeneffekt, dass in Momenten der Stille fröhliches Vogelgezwitscher zu hören war.

Liedzettel zum Mitnehmen statt Gesangbuch

Zum Schutz vor einer Ansteckung gab es keine Gesangbücher, sondern Liedzettel, die mit nach Hause genommen werden. Der Gesang sei auf ein Minimum zu reduzieren, heisst es im Konzept des Bistums. Auch die Eucharistie verlaufe in der nächsten Zeit anders als gewohnt. Die Austeilung der Kommunion habe still zu erfolgen. «Nach diesem Wochenende schauen wir, wie es gelaufen ist, und werden dann das Konzept anpassen, wenn es sein muss.»

Trotz der strengen Massnahmen freute sich Kaplan Wiedemeier sehr auf die öffentlichen Gottesdienste und darauf, «viele Gläubige wiederzusehen. Ein wenig aufgeregt bin ich auch». Nach der Messe verabschiedete er die Besucher mit dem Wunsch: «Bleiben Sie gesund!»

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