In den letzten Wochen ist Post in die Aargauer Haushaltungen geflattert, ob der sich die wenigsten gefreut haben dürften: die Steuererklärung 2018. Laut Roland Hofer, dem Sprecher des Departements Finanzen und Ressourcen (DFR), wurden rund 400'000 Steuererklärungsformulare verschickt.

Rund 90 Prozent gingen als Umschlagsbogen für den Einsatz von EasyTax oder andere raus. Davon werden laut Hofer erfahrungsgemäss rund sieben Prozent inklusive Beilagen elektronisch eingereicht. Rund 10 Prozent wurden als Papiersteuererklärungen versandt.

Natürliche Personen haben bis 31. März Zeit, sie ausgefüllt zu retournieren. Wer jetzt schon weiss, dass er/sie diesen Termin nicht einhalten kann, kann ein Gesuch für eine Fristerstreckung einreichen. Dies ist weiterhin gratis. Es empfiehlt sich natürlich sehr, dies vor dem Termin zu tun.

Nun ist unser Steuersystem bekanntermassen ziemlich kompliziert. Immer wieder stellen sich schwierige Fragen, auch Verständnisfragen, die beim Studium der Wegleitung nicht immer einfach geklärt werden können. Etwa: Welche Berufsnebenkosten werden akzeptiert? Wann kann ich für den Arbeitsweg die Autokosten geltend machen, wann nur ein Abonnement des öffentlichen Verkehrs? Oder: Welche Krankheitskosten kann ich abziehen?

Experten-Hotline

Die AZ organisiert kommenden Montag wie schon im vergangenen Jahr wieder eine Steuertelefon-Hotline. Wer eine Frage zur Steuererklärung für natürliche Personen hat, kann also am Montagmorgen zwischen 10 und 12 Uhr die in der nebenstehenden Box angegebene Nummer anrufen. Bitte haben Sie Verständnis, falls Sie nicht gleich durchkommen. Am Telefon geben Silas Rohner vom VZ VermögensZentrum Aarau und Lukas Kretz von der BDO AG Aarau Auskunft. Die häufigsten und spannendsten von unseren Leserinnen und Lesern gestellten Fragen und die Antworten dazu werden dann in der AZ publiziert.

Wie viel Abzug für die 3. Säule?

Eine gängige Frage lässt sich schon hier beantworten, nämlich wie viel pro Jahr jemand maximal in die dritte Säule (Säule 3a) einzahlen, belegen und bei den Steuern geltend machen kann: 2018 waren es für Angestellte und selbstständige Personen, die einer Pensionskasse angeschlossen sind, 6768 Franken. Dieser Betrag wurde für das Jahr 2019 auf 6826 Franken erhöht. AHV-pflichtige Personen ohne Anschluss an eine Pensionskasse können bis zu 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens einzahlen und geltend machen, für 2018 allerdings maximal 33 840 Franken. Für 2019 ist auch hier der Betrag etwas höher: Jetzt beträgt er 34 128 Franken.