Die Greenpeace Schweiz wurde 1984 gegründet und setzt sich seither für den Umweltschutz ein – auch im Aargau. Dabei machte Greenpeace immer wieder mit Aufsehen erregenden Aktionen im Graubereich der Legalität auf ihre Anliegen aufmerksam.

So zum Beispiel bei einer Protestaktion 2014 gegen das AKW in Benznau. Zwei beteiligte Aktivisten bohrten Löcher ins Sicherheitsgebäude und wurden später zu einer Geldstrafe verurteilt. 

Solche Aktionen werden kritisch gesehen. Der Vorwurf: Geht es nicht eher um spektakuläre Bilder, als um tatsächliche Veränderungen? 

Die ehemalige Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli sieht das anders. Wie gerade bekannt wurde, wird die 52-Jährige künftig Stiftungspräsidentin der Organisation sein und verzichtet dafür auf eine Kandidatur für National- oder Ständerat.

Im Interview erklärt sie, es sei für Greenpeace wichtig, immer wieder Stellung zu beziehen und den Finger in eine offene Wunde zu legen. Dass sich Greenpeace Schweiz dabei ab und an auch an der Grenze der Legalität bewegt, sei ihr klar.

Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass nicht alle Demonstrationen der Aktivisten so  waghalsig ausfallen wie das Beispiel in Beznau.

Nennenswert ist auch eine Velo-Demo in 2016. Damals fuhren rund 130 Atomgegner mit dem Velo von Brugg zum AKW Beznau, um an die Atomkatastrophe in Fukushima zu erinnern und die Stillegung des Reaktors Beznau II zu fordern – ganz friedlich. 

Greenpeace-Aktivisten hüllen das Axpo Hauptquartier in Baden mit einem schwarzem Tuch ein.

Greenpeace-Aktivisten hüllen das Axpo Hauptquartier in Baden mit einem schwarzem Tuch ein.