Polemik

Hochuli gegen Billag-Gebühren: Regierungsrätin in der Trotzphase

Susanne Hochuli kämpft seit Jahren gegen die Billag-Gebühren. Im Januar 2012 meldete sich Hochuli mit einem Schreiben von der Billag ab - die dann mit einer Verfügung reagiert.

Susanne Hochuli kämpft seit Jahren gegen die Billag-Gebühren. Im Januar 2012 meldete sich Hochuli mit einem Schreiben von der Billag ab - die dann mit einer Verfügung reagiert.

Susanne Hochuli zahlte ihre Billag-Gebühren nicht. Bis vor kurzem. Nach dem Medien-Bashing hat die grüne Aargauer Regierungsrätin die Rechnung trotzdem bezahlt. Doch seither trötzelt sie - eine Polemik.

Kleine Kinder trötzeln. Das ist zwar unschön anzuschauen, aber normal. Die Kleinen müssen lernen, ihren eigenen Willen durchzusetzen.

Ebenfalls unschön, aber weniger normal ist es, wenn Regierungsrätinnen trötzeln. Gut zu beobachten ist das im Moment bei der Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli. Weil sie mit ihrer Asylpolitik unter Druck steht, wollte sie mit einem billigen Billag-Bashing Sympathien holen. Doch der Schuss ging nach hinten los: Anstatt ihr mutiges Rebellentum zu loben, kritisierten die Medien den Gesetzesverstoss. Denn die Lage ist klar: Wer einen Computer mit Internetanschluss besitzt, muss Radiogebühren zahlen. Auch wenn er nie Radio hört.

Seither trötzelt Hochuli. In der «SonntagsZeitung» schreibt sie, bewusst entschieden zu haben, auf Radio und Fernsehen zu verzichten. «Und deshalb finde ich, ich müsse auch keine Gebühren zahlen.» Eine Regierungsrätin, die ihre Gesetzespflichten von ihrem persönlichen Empfinden abhängig macht? Das ist doch eher gewöhnungsbedürftig. Hoffentlich ist Hochulis Trotzphase bald vorbei. Wie bei den Kleinkindern auch. (mäd)

Hochuli wollte die Billag-Rechnungen nicht bezahlen.

Hochuli wollte die Billag nicht bezahlen.

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