«Ich leite schliesslich ein KMU mit 25 Vollzeitstellen»

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Peter Weber ist Gemeindeammann von Mettauertal, Bezirk Laufenburg.

Peter Weber ist Gemeindeammann von Mettauertal, Bezirk Laufenburg.

Bild: dka

Mettauertal Peter Weber, Gemeindeammann von Mettauertal, kennt die Entschädigungsthematik bestens. Bei der ersten Untersuchung vor vier Jahren war er als Vorstandsmitglied der Gemeindeammänner-Vereinigung beteiligt. Mettauertal (mit 2034 Einwohnern Ende 2019) gehört zum Bezirk Laufenburg und liegt an der Grenze zu Deutschland. Weber erinnert sich auch gut an die damaligen heftigen Diskussionen. Er verteidigte die Untersuchung damals aus Überzeugung, sie habe etwas bewegt, sagt er rückblickend. Weber erinnert sich auch an die Anfänge «seiner» Fusionsgemeinde Mettauertal. Anfangs seien die Ansätze für Gemeindeammann und Gemeinderäte zu tief kalkuliert, dann aber nach oben korrigiert worden: «Dies, nachdem wir gesehen haben, dass der Aufwand deutlich grösser ist als erwartet. In einer strukturschwachen Region muss man sich drum viel mehr anstrengen, um attraktiv zu bleiben, um als gut funktionierende Gemeinde eine Zukunft zu haben.» Er findet seine Entschädigung fair, aber auch korrekt: «Schliesslich leite ich ein KMU mit 25 Vollzeitstellen mit einem 8- bis 9-Millionen-Budget.» Der Gemeindeammann betont aber, «dass zusätzlich viel Ehrenamtliches dabei ist, was richtigerweise zum Milizsystem gehört». Bei etlichen kleinen Gemeinden mit sehr geringen Entschädigungen (Weber: «das geht gar nicht») für Gemeindeammann und Gemeinderat zeigt für ihn die neuste Untersuchung aber «klar weiteren Handlungsbedarf». (mku)

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