Aargau

Im Moment gibt es kaum neue Masken – der Nachschub ist zu teuer

Bund und Kantone haben ihre Notlager an Schutzmasken geöffnet, um zumindest die Versorgung in den Gesundheitseinrichtungen sicherzustellen. (Symbolbild)

Bund und Kantone haben ihre Notlager an Schutzmasken geöffnet, um zumindest die Versorgung in den Gesundheitseinrichtungen sicherzustellen. (Symbolbild)

Atemschutzmasken sind rar, die Lager von Aargauer Apotheken leer. Nachschub gäbe es theoretisch, der ist aber zu teuer.

Schutzmasken sind im Moment Mangelware. Zwei Millionen davon werden schweizweit täglich verbraucht. Die Nachfrage ist weltweit grösser als das Angebot, an Nachschub zu kommen, ist entsprechend schwierig. Bund und Kantone haben ihre Notlager geöffnet, um zumindest die Versorgung in den Gesundheitseinrichtungen sicherzustellen.

Noch schwieriger ist es für Normalbürger, an Masken zu kommen. Die offizielle Schweiz stellt sich allerdings auch auf den Standpunkt, dass eine Maskentragpflicht in der Öffentlichkeit nicht viel bringen würde. Im Gegenteil, man würde sich dann vielleicht in falscher Sicherheit wiegen und die anderen Massnahmen wie etwa regelmässiges Händewaschen vernachlässigen, wiederholte Bundesrat Alain Berset auch letzte Woche vor den Medien.

Andere Länder, wie etwa Israel, Österreich Tschechien, und zuletzt auch Deutschland gehen hier einen anderen Weg: Sie empfehlen sämtlichen Menschen, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen oder zwingen ihre Bürger dazu.

Genug Masken für eine solche Pflicht in der Schweiz gäbe es vermutlich gar nicht. Keine einzige von mehreren angefragten Aargauer Apotheken hat momentan noch Masken auf Lager. Dabei sei es grundsätzlich nicht unmöglich, an Nachschub zu kommen, sagt Lukas Korner, Präsident des Aargauer Apothekerverbandes: «Das Problem ist: Woher bekomme ich Masken zu einem normalen Preis?»

Masken für diejenigen, die es sich leisten wollen

Die Preise haben sich mit der gestiegenen Nachfrage vervielfacht. Kosten solche Masken normalerweise einige Rappen, werden sie jetzt von manchen Herstellern für mehrere Franken verkauft. Diesen Wucher wolle man nicht mitmachen, so Korner. Man warte lieber, bis wieder genügend Masken vorhanden sind, um diese dann zu normalen Preisen anbieten zu können. Er ist zuversichtlich, dass dies bald der Fall sein wird. So haben zahlreiche Schweizer Firmen, vom Storen- bis zum Unterhosenhersteller, angekündet, die Produktion von Masken aufzunehmen. So auch das Rothrister Unternehmen Wernli AG: Bis zu 140'000 Masken will man bald täglich herstellen können.

Vorsicht beim Schutzmasken-Kauf

Der Beitrag von TeleM1: Vorsicht beim Schutzmasken-Kauf

Immer mehr Leute wollen sich mit Masken versorgen. Da wittern einige das grosse Geld und so kommt es teilweise zu grossem Beschiss.

Ist es in Apotheken im Moment nicht möglich, an Masken zu kommen, findet man sie dafür online in allen Formen, Farben und Preisen. Dort ist aber Vorsicht geboten: Die hohe Nachfrage hat eine Reihe von Betrügern hervorgebracht, die eine Chance auf schnelles Geld wittern. So könne man etwa von gewissen Anbietern völlig unbrauchbare Masken kaufen, auf die für nur wenig Geld gefälschte Zertifikate aufgedruckt wurden, berichtete der Fernsehsender TeleM1. Schliesslich bleibt noch die Möglichkeit, selber Masken zu basteln. Davon rät Korner ab: «Ich bezweifle, dass solche Masken einen Schutz bringen würden.»

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