Asylwesen

Integrationszentrum noch nicht spruchreif – erste Ergebnisse sollen im Herbst präsentiert werden

Bisher hat der Kanton keine Grossunterkunft für Flüchtlinge – dies soll sich allerdings mit dem geplanten Integrationszentrumbald ändern.

Bisher hat der Kanton keine Grossunterkunft für Flüchtlinge – dies soll sich allerdings mit dem geplanten Integrationszentrumbald ändern.

Nebst den Vorbereitungen für das Bundesasylzentrum beschäftigt man sich beim Kanton weiterhin mit den Planungs- und Konzeptionsarbeiten für das kantonale Integrationszentrum. Die Abklärungen ziehen sich bereits seit Jahren hin. Nun sollen im Herbst 2020 erste Ergebnisse präsentiert werden.

Unabhängig von den Vorbereitungsarbeiten für ein Bundesasylzentrum in den Militärhallen in Brugg laufen beim Kanton die Planungs- und Konzeptionsarbeiten für das kantonale Integrationszentrum für Flüchtlinge weiter. Regierungssprecher Peter Buri geht davon aus, dass dem Regierungsrat im Herbst 2020 die Ergebnisse der weiteren Abklärungen präsentiert werden können. Das Projekt ist im Moment beim Departement Volkswirtschaft und Inneres von Regierungsrat Urs Hofmann angegliedert. Dieser hatte es von der zurückgetretenen Franziska Roth übernommen und nach Amtsantritt des neuen Asyldirektors Jean-Pierre Gallati behalten.

Die Abklärungsarbeiten und Standortsuche ziehen sich bereits seit Jahren hin. Ursprünglich plante der Kanton mehrere Grossunterkünfte. Am Schluss sollte noch eine Grossunterkunft für bis zu 300 Flüchtlinge entstehen. Inzwischen will der Kanton nicht mehr eine Grossunterkunft realisieren, sondern entwickelt ein Konzept für ein Integrationszentrum, um Familien und Einzelpersonen mit Bleiberecht oder Bleibeperspektive möglichst rasch und gut integrieren zu können.

Regierungsrat wollte kein Ausreisezentrum im Aargau

Bereits ganz vom Tisch ist ein Bundesasylzentrum für ausreisepflichtige Personen mit abgewiesenem Asylgesuch im Aargau. Die Regierung lehnte ein solches Zentrum aus finanziellen Gründen ab. Dass nun in Brugg trotzdem ein Bundesasylzentrum eingerichtet wird, hat mit diesem Entscheid nichts zu tun. Die Ländi-Hallen sind Teil der Notfallplanung Asyl des Bundes. Das Ausreisezentrum wäre im Rahmen der Neustrukturierung des Asylbereichs entstanden. Die insgesamt 840 Plätze, in der Asylregion Nordwestschweiz entstehen nun in den umliegenden Kantonen und nicht im Aargau.

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