Abstimmung

Interaktive Karte: In diesen Aargauer Gemeinden war die Ablehnung zum verschärften Einbürgerungsgesetz am grössten

Keine einzige Gemeinde im Kanton Aargau hat das neue Einbürgerungsgesetz abgelehnt. Am kleinsten war die Ablehnung noch in den Städten. In der interaktiven Karte sehen Sie, wie hoch die Ablehnung in Ihrer Gemeinde war.

64,81 Prozent der Aargauerinnen und Aargauer stimmten dem neuen Gesetz über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht zu. Keine Gemeinde verwarf die Vorlage, auch in den Städten sagte die Mehrheit Ja. In Aarau waren es 53,19 Prozent, in Zofingen 59,99 und in Baden 51,93.

Grösser als in Baden war der Nein-Stimmen Anteil einzig in Kaiserstuhl (48,08). Die kleinsten Anteile an Nein-Stimmen hatte demgegenüber die Fricktaler Gemeinde Schupfart mit 21,12 Prozent aller Stimmen, gefolgt von der Zurzibieter Kleingemeinde Böbikon (176 Einwohner) mit 22,64 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag insgesamt bei 37,98 Prozent.

Die Einbürgerungsbestimmungen werden mit dieser Zustimmung im Aargau strikter. Wer sich einbürgern lassen will, darf neu in den zehn Jahren vorher keine Sozialhilfe bezogen oder muss sie bereits wieder zurückbezahlt haben. Zudem wird zum Einbürgerungsgespräch nur zugelassen, wer den Staatskundetest bestanden hat.

Der Aargau hat jetzt somit eines der strengsten Einbürgerungsgesetze der Schweiz, die Bundesvorgaben für die Wartefrist nach dem letzten Sozialhilfebezug beträgt drei Jahre. Das galt seit 2014 auch im Aargau, nur die Kantone Bern und Graubünden kennen bisher die Zehnjahresfrist. (eva/pz)

Die interaktive Karte zeigt, wie gross der Nein-Anteil in den Gemeinden war:

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