Spektakel am Himmel

Jahrhundertereignis: So erleben Sie die totale Mondfinsternis im Aargau

Mondfinsternis des Jahrhunderts: Darauf können Sie sich freuen

Mondfinsternis des Jahrhunderts: Darauf können Sie sich freuen

Am 27. Juli ereignet sich die längste totale Mondfinsternis dieses Jahrhunderts. Wer sich diese spezielle Mondfinsternis und die Planetenparade in aller Deutlichkeit anschauen will, kann dies im Aargau (bei klarem Himmel) an mehreren Orten.

Während einer Stunde und 43 Minuten (Beginn 21.30 Uhr, Höhepunkt 22.22 Uhr, Ende 23.13 Uhr) wird der Mond im Schatten der Erde verschwinden. Der Mond wird in dieser Zeit als kupferfarbene Scheibe zu erkennen sein. Der rötliche Farbton wird durch das besonders gebrochene Sonnenlicht erzeugt; das langwellige rote Licht wird in der Erdatmosphäre stärker gebrochen als etwa das blaue und wird so direkt in den Schattenkegel und damit auf den Vollmond gelenkt. So entsteht der «Blutmond».

Doch nicht nur der Mond spielt in dieser Nacht eine aussergewöhnliche Rolle, sondern auch die vier eindrücklichsten und hellsten Planeten: So wird Mars zeitgleich der Erde so nah stehen wie erst im Jahr 2082 wieder. Gut beobachten lassen sich auch Saturn, Jupiter und Venus.

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Wer sich diese spezielle Mondfinsternis und die Planetenparade in aller Deutlichkeit anschauen will, kann dies im Aargau – bei klarem Himmel – an folgenden Orten: Die Sternwarte Schafmatt (Astronomische Vereinigung Aarau), auf der Jurahöhe zwischen Rohr SO und Oltingen BL gelegen, ist von 20 Uhr bis Mitternacht geöffnet.

Auf der Sternwarte Cheisacher (Vereinigung Sternwarte Cheisacher) bei Sulz kann man ab 20 Uhr unter anderem anhand eines Modells erfahren, wie sich die Mondfinsternis abspielt. Die Sternwarte Nütziweid (Astroclub Solaris) bei Schmiedrued ist ab 21 Uhr geöffnet. Kein Event findet am 27. Juli auf der Sternwarte auf der Alten Kantonsschule in Aarau statt – wegen zu starker Lichtverschmutzung.

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Wer keine Gelegenheit hat, auf eine Sternwarte zu steigen, muss den Blutmond nicht verpassen: Laut Joe Schibli, Präsident der Vereinigung Sternwarte Cheisacher, reicht es, sich fürs Beobachten des Jahrhundertereignisses in den Garten oder auf den Balkon zu stellen. «Eine geringe Lichtverschmutzung durch die Beleuchtung im Quartier ist akzeptabel», so Schibli.

Wer den Mond möglichst bald nach Beginn der Mondfinsternis sehen möchte, muss möglichst hoch hinaus, mit freier Sicht nach Südosten. Schibli hat dafür einen Tipp: «Gut geeignet ist dafür die Umgebung der Linner Linde auf dem Bözberg.» (ksc)

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Heiner Sidler von der Astronomischen Vereinigung Aarau kann die Mondfinsternis vom Freitagabend fast nicht erwarten –deshalb empfiehlt er allen, einen Blick an den Himmel zu werfen und sagt, wie man das am besten anstellt.

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