Genuss

Jetzt hat auch der Aargau sein Läckerli – mit dem Basler Pendant hat es geschmacklich wenig zu tun

Das Leckerlin schmeckt nussig, ist aber nicht süss.

Das Leckerlin schmeckt nussig, ist aber nicht süss.

Das neue Gebäck heisst Leckerlin, die Rezeptur dafür stammt aus dem 17. Jahrhundert. Es soll ab September auch im Detailhandel erhältlich sein.

Der Name erinnert an das Basler Läckerli. Aber schmecken tut das Aargauer Leckerlin ganz anders. Das zumindest versichert Marco Castellaneta, der Direktor von Museum Aargau. Die Organisation hat das Aargauer Schlossgebäck gemeinsam mit Aargau Tourismus und der Stiftung Töpferhaus Aarau lanciert. Marco Castellaneta hat das neue Gebäck bereits probiert und sagt:

Das zugrundliegende Rezept hingegen ist uralt und gibt dem Aargauer Gebäck auch seinen Namen. Es ist jenes von Frau Anna von Hallweil-Leckerlein, das der Berner Wundarzt Abraham Schneuwly 1621 in seinem Arzneibuch niedergeschrieben hatte. Abraham Schneuwly wiederum hatte das Rezept wohl aus dem Arzneibuch von Burkhart III. von Hallwyl aus dem Jahr 1580 abgeschrieben. Zu jener Zeit galten Gewürze wie Zimt, Muskatblüten oder Nelken noch als Luxusgüter mit heilender Wirkung. Entsprechend waren sie ausschliesslich der Oberschicht vorbehalten.

Ab September bei Coop erhältlich

Das Leckerlin aus dem 21. Jahrhundert enthält Honig, Rohzucker, diverse Gewürze, Dinkel-Vollkornmehl und Nussmehl, auch Trester genannt. Trester ist ein Nebenprodukt aus der Gewinnung von Baum- und Haselnussöl. Wenn Marco Castellaneta sagt, wenn man ein Leckerlin esse, spüre man bis zum letzten Bissen die Nussstücke, ist das wohl der Trester.

Marco Castellaneta

Marco Castellaneta

Hergestellt wird das Leckerlin von der Stiftung Töpferhaus Aarau. Wer die neuste Leckerei aus dem Aargau probieren will, kann das Gebäck bereits ab dieser Woche in den drei Museumsshops auf den Schlössern Lenzburg, Wildegg und Hallwyl kaufen. Ab September ist das Leckerlin dann auch in diversen Coop-Filialen in der Region Aargau erhältlich.

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