Trinkwasserinitiative

Junge SVP kritisiert Jungfreisinnige: «Sie verstehen nichts von Landwirtschaft»

Bestehende Gesetze in der Landwirtschaft reichen der Jungen SVP aus.

Bestehende Gesetze in der Landwirtschaft reichen der Jungen SVP aus.

Die Junge SVP lehnt im Gegensatz zum bürgerlichen Partner die umstrittene Volksinitiative klar ab.

Die Aargauer Jungfreisinnigen haben ein bürgerliches Komitee für die Unterstützung der Initiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für Pestizid- und prophylaktischen Antibiotika-Einsatz (Trinkwasser-initiative)» gegründet.

Dabei dürfen sie keine Unterstützung von der Jungen SVP erwarten. «Jungfreisinnige verstehen nichts von der Landwirtschaft», teilte die die Junge SVP Aargau gestern mit. Die Initiative sei weder liberal noch komme sie ohne Verbote aus, sagt Parteipräsident Alain Bütler. «Speziell der Punkt, wonach nur noch hofeigenes Futter in der Vieh-Haltung verwendet werden dürfte, ist ein massiver Eingriff in die Freiheit der Bauern.» Bütler sagt, er verstehe deswegen nicht, warum der bürgerliche Partner seiner Partei dieses «linksgrüne Anliegen» unterstützt.

Die Junge SVP pflege mit den Jungfreisinnigen ansonsten ein gutes Verhältnis, aber: «Anders als bei den Jungfreisinnigen haben bei uns einige Parteimitglieder einen bäuerlichen Hintergrund. Die Jungfreisinnigen verstehen wohl von der Landwirtschaft und Agrarpolitik nicht viel», sagt Agronomiestudent Bütler. 

Bestehende Gesetze genügen für Junge SVP

Die Junge SVP sieht im Gegensatz zu den Jungfreisinnigen in den bestehenden Gesetzen und Programmen eine handfeste Grundlage zur Verminderung von Pestizid-Einsätzen in der Landwirtschaft. Der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln sei in den letzten zehn Jahren um beinahe 30 Prozent reduziert worden, teilen sie mit. Die Jungfreisinnigen stellen sich hingegen auf den Standpunkt, dass es für den Erhalt von Subventionen aus liberaler Sicht sehr gute Argumente brauche. Eingriffe in die Natur durch Pestizide rechtfertigten aber keine Direktzahlungen.

Die Abstimmung über die Trinkwasserinitiative soll im nächsten Jahr stattfinden. Die Junge SVP werde sich dann für deren Ablehnung einsetzen, kündet Alain Bütler an. (eva)

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