Marktoffensive

Kanton unterstützt IG der Altstädte mit 120'000 Franken

Zwölf Aargauer Altstädte – im Bild Aarau – wollen ihre Stärken und Einzigartigkeiten vernetzen.

Zwölf Aargauer Altstädte – im Bild Aarau – wollen ihre Stärken und Einzigartigkeiten vernetzen.

Vertreter vieler Städte und Städtchen im Aargau haben sich zur IG Aargauer Altstadt zusammengeschlossen. Mit der finanziellen Unterstützung durch den Kanton steht einer gemeinsamen Zukunft im Bereich Promotion nichts mehr im Weg.

Die IG Aargauer Altstädte steht kurz vor der Gründung. Nachdem der Aargauer Regierungsrat 120 000 Franken, verteilt auf drei Jahre, aus dem Swisslos-Fonds bewilligt hat, ist das Projekt auch finanziell abgesichert. 51 400 Franken steuern, ebenfalls für die Dauer von drei Jahren, die Städte bei.

Die IG Aargauer Altstädte will als Marktoffensive das bislang ungenutzte Kooperationspotenzial nutzen. Zwölf Städte machen mit: Aarau, Baden, Bad Zurzach, Bremgarten, Brugg, Kaiserstuhl, Klingnau, Laufenburg, Lenzburg, Mellingen, Rheinfelden, Zofingen. Nur Aarburg steht noch abseits.

Gründung im Frühling geplant

Die IG Aargauer Altstädte soll als Verein Ende April, Anfang Mai gegründet werden. Dies haben die Vertreter der Städte am Dienstag in Aarau beschlossen. «Bis Ende März gehen die Statuten und das Organigramm zu den Stadtbehörden in die Vernehmlassung, gleichzeitig werden Kandidaten für das Präsidium gesucht», erklärt Oliver Bachmann, Projektleiter bei Aargau Services Standortförderung. Die spätere Projektleitung soll im Mandat vergeben werden. Ein Beirat mit Fachleuten aus Politik und Stadtplanung, Tourismus und Marketing, Gewerbe und Wirtschaft wird die Projekte begleiten.

Initiant dieser Marktoffensive ist Marcel Suter, Präsident der Aarauer Detaillistenvereinigung «Zentrum». Er gehört zusammen mit Oliver Bachmann, Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing Baden, und Andreas Burri, Leiter Wirtschaftsfachstelle Aarau, dem Kernteam an, das das Projekt vorwärtstreibt. «Mit gehörigem Drive», wie Suter zufrieden feststellt. Die erste Versammlung im Naturama Aarau, die sich noch zaghaft an die gemeinsamen Problemfelder und möglichen Lösungsansätze herantastete, liegt kein Jahr zurück.

Stärken und Einzigartigkeiten sollen vernetzt und für die gemeinsame Promotion genutzt werden. Vorschläge, wie dies gemacht werden soll, sind auf dem Tisch. Vorhandene Spezialitäten der Altstädte, Traditionen und Brauchtum, Anlässe wie Moonlight-Classic Zofingen oder Bluesfestival Baden sollen auf gemeinsamen Werbeplattformen kommuniziert werden. Detailhandel, Tourismus, Gastronomie, Kultur, Politik und Stadtentwicklung sind Felder, die mit mittel- und langfristigen Projekten beackert werden sollen. (Kel)

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