Kursänderung

Kantonsspital Aarau will bei Verlegungsflügen künftig nicht mehr nur auf die Rega zählen

Kantonsspital Aarau ändert seine Praxis bei Verlegungsflügen

Kantonsspital Aarau ändert seine Praxis bei Verlegungsflügen

Bislang hat das Kantonsspital Aarau bei Verlegungsflügen – beispielsweise ins Zürcher Unispital – automatisch die Rega kontaktiert. Mit dieser Praxis soll nun Schluss sein, wie die Kantonsleitung gegenüber dem Regionalsender Tele M1 bestätigt hat.

«Im Hinblick auf das neue Spitalgesetz haben wir am KSA entschieden, im Regelfall auch Sekundärtransporte in der Luft über die Sanitätnotrufzentrale 144 zu veranlassen», schreibt das Kantonsspital Aarau in seiner Mitteilung. Konkret bedeutet dies, dass die Spitalleitung künftig nicht mehr nur die Rega, sondern auch die Alpine Air Ambulance (AAA) bei Verlegungsflügen berücksichtigen will. 

Bislang erfolgten Anfragen für solche Verlegungsflüge beim Kantonsspital Aarau nicht über die Notrufzentrale, sondern direkt bei der Rega. Anders ist die Praxis etwa beim Kantonsspital Baden. Dort wird seit je her über die Notrufzentrale derjenige Helikopter angefordert, der am schnellsten verfügbar ist. So will es künftig auch das Kantonsspital Aarau handhaben. 

Gesundheitspolitiker im Kanton Aargau sind erleichtert über den Entscheid. Denn Recherchen von Tele M1 haben gezeigt, dass die Rega in vielen Fällen einen längeren Anflugsweg zum Kantonsspital Aarau als eben die AAA-Helikopter haben. Dies bei Kosten von rund 100 Franken je Flugminute. (luk)

So berichtete Tele M1 im Februar über die Helikopter-Situation am Kantonsspital Aarau:

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Für die Luftverlegung setzt das Kantonsspital Aarau ausschliesslich auf die Schweizerische Rettungsflugwacht. Dabei wäre der TCS in gewissen Fällen günstiger.

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