Coronavirus
Keine Begrüssungsküsschen mehr – Aargauer Körpersprache-Experte erklärt, was die soziale Distanz mit uns macht

Abstand halten, zuhause bleiben, Hände waschen: Körpersprache-Experte Etienne Dubach über die sozial verordnete Distanz, die ein völlig neues körperliches Miteinander schafft.

Sandra Havenith
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Händeschütteln ist im Moment tabu.

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Thomas von Stetten
Liebe und zarte Berührungen sind besonders für Babys essentiell.

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Keystone

"Wir sind soziale Wesen, wir brauchen die Berührung"

"Durch Corona entsteht Distanz - auf einer sehr unbewussten Ebene"

Deshalb sind Vertragsverhandlungen in Zeiten von Corona schwieriger geworden. Denn da geht es um Kaufen und Verkaufen. Da muss, wenn man sich noch nicht kennt, erst eine gewisse Beziehung aufgebaut werden. Das braucht man für gute Geschäfte oder einen Millionen-Deal. In einer Videokonferenz sei das nur schwer realisierbar, so Dubach. "Schliesslich sind das Energien, die zwischen Menschen entstehen." In Neuseeland drücken die Maori sogar zur Begrüssung ihre Nasen aneinander, um den Lebensatem des anderen zu spüren. Und in der traditionellen chinesischen Medizin werden über den Körpergeruch Organkrankheiten wahrgenommen.

Prinz Charles und ein Maori begrüssen sich mit dem "Hongi", dem traditionellen Nasenreiben in Neuseeland.

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Keystone

"Jeder hat seine ganz eigene Auffassung von Nähe"

"Unsere soziokulturelle Prägung wird Corona nicht verändern"

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