Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten, unter anderem in Form von Dankesbriefen oder Dankesmails», erzählen Zoe Bachmann und Moritz Lüscher vom Referendumskomitee, das den Kredit für die Wohncontainer für Flüchtlinge an die Urne bringen will.

Es habe auch negative Rückmeldungen gegeben auf ihre Unterschriftensammlung, aber rückblickend ziehen die jungen Brittnauer ein positives Fazit. So hatte das Referendumskomitee noch vor dem Jahreswechsel 484 Unterschriften zusammen.

Nötig gewesen wären 280. «Dies haben wir nur geschafft dank Unterstützung von Personen, die im erweiterten Referendumskomitee mitgearbeitet haben», sagt Zoe Bachmann. Sieben weitere junge Brittnauer haben das dreiköpfige Komitee bei der Unterschriftensammlung unterstützt. Ausserdem konnte das Komitee von verschiedenen Seiten ausgefüllte Unterschriftenbögen in Empfang nehmen.

Nun haben Zoe Bachmann und Moritz Lüscher die Unterschriften an Gemeindeschreiberin Denise Woodtli und Frau Gemeindeammann Astrid Haller überreicht. «Ich finde es toll, dass junge Menschen die Möglichkeiten unserer Demokratie nutzen und über die Feiertage Unterschriften gesammelt haben», sagte Astrid Lüscher.

Es sei gut zu wissen, dass die nächste Generation bereitstehe, um sich politisch zu engagieren. Aufgabe der Gemeindeschreiberin ist nun, die Unterschriften zu prüfen und zu bestätigen, ob das Referendum zustande gekommen ist. Der Gemeinderat wird den Abstimmungstermin festlegen. Ziel sei der 28. Februar, zusammen mit den eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen, so Woodtli.

Der Kredit von 250 000 Franken für die Beschaffung von Wohncontainern für Flüchtlinge und die nötigen Erschliessungsarbeiten ist an der Gemeindeversammlung im November abgelehnt worden.

Die 15 Flüchtlinge, die Brittnau aufnehmen muss, werden nun in der Zivilschutzanlage untergebracht, die sowieso vorübergehend geöffnet worden wäre. Das Referendumskomitee möchte nun eine menschenwürdige Unterbringung ermöglichen, die in der Zivilschutzanlage nicht gewährleistet sei. Wichtig ist dem Komitee, dass der Gemeinderat dank eines Kredits handlungsfähig wird. Die Standortfrage müsse dann später, in erster Linie vom Gemeinderat, geklärt werden.

Zoe Bachmann und Moritz Lüscher ist bewusst, dass mit der Einreichung der Unterschriften ihre Arbeit erst beginnt: «Jetzt werden wir einen Flyer gestalten für die Abstimmungsunterlagen und dann Abstimmungskampf betreiben», sagen sie.

Wichtig sei, genügend Leute an die Urne zu bringen, die das Referendum befürworten. «Da die Durchsetzungsinitiative, die gleichzeitig zur Abstimmung kommt, wohl viele bürgerliche Kreise an die Urne zieht, sind wir speziell gefordert», sagt Moritz Lüscher.