Fricktal

Leere Bäche, dürre Felder: So trocken ist es im Aargau

Was aussieht wie eine Wüstenlandschaft, ist in Wirklichkeit das Bachbett der Sissle in Sisseln. Der Bach ist beinahe ausgetrocknet. Auch in Döttingen fehlt Wasser. Die Gemeinde im Zurzibiet ist der trockenste Ort der Schweiz.

Die Erde weist schon Risse auf. So, wie man es von Bildern aus der fernen Wüste kennt. Doch diese eindrücklichen Fotos stammen vom Fricktaler Bach Sissle. Der Bach ist in den letzten Tagen praktisch komplett ausgetrocknet.

Um die wenigen übrig gebliebenen Pfützen und Tümpel sammeln sich Wespen, Brämen und Fliegen. Im Wasser selber lebt nur noch wenig: Einige kleine Fische harren aus, ihre grösseren Artgenossen hingegen sind verendet.

Döttingen, die trockenste Gemeinde der Schweiz

Döttingen ist die trockenste Gemeinde der Schweiz

Zu Besuch in Döttingen, der trockensten Gemeinde der Schweiz.

Nicht viel besser sieht es im Zurzibiet aus. Seit dem 14. Juni hat es in Döttingen nicht mehr geregnet. Die Surb führt nur noch wenige Zentimeter Wasser. Die Gemeinde ist der trockenste Ort der Schweiz.

Besonders die Bauern haben damit zu kämpfen. 600'000 Liter Wasser muss Landwirt Otto Zimmermann täglich auf seine Felder spritzen. Würde er mit dem Wasser nicht nachhelfen, wäre seine gesamte Kartoffelernte kaputt. «Diese Tage im Juli sind besonders wichtig», sagt er gegenüber Tele M1.

Das trockene, sonnige Wetter hat auch Positives: Nicht nur Sonnenanbeter finden die heissen Tage gut – auch Winzer Michael Deppeler hat die helle Freude daran. Mit ein wenig Bewässern erwartet er dank der Hitze einen exzellenten Döttinger Weinjahrgang.

Eine kleine Erfrischung wird Mitte Woche erwartet. Für Mittwochabend und Donnerstag ist Regen angesagt.

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