Regina Wenk, Leiterin des Werkhofs Aarau: «Dieses Grüngut ist derart mit Fremdstoffen und noch mehr mit Feinstaub belastet, dass man es nicht kompostieren kann. Es geht direkt in die Kehrichtverbrennungsanlage. 2016 waren es 89 Tonnen. Die Stadt zahlte dafür 10 700 Franken.»

Laub, das Wischfahrzeuge auf Strassen einsammeln, kommt auch bei der Hufschmid Grüngutverwertung Nesselnbach nicht in die Kompostierung. Es enthält zu viel Müll und sei vor allem schwermetallbelastet, sodass es verbrannt werden müsse, sagt Geschäftsführer Guido Hufschmid.

In Baden geht mit Wischmaschinen aufgenommenes Grüngut im innerstädtischen Bereich, wozu auch der Inhalt von Abfallkübeln zählt, und das nicht überwiegend mineralisch ist, in die Kehrichtverbrennung, so Werkhofleiter Thomas Stirnemann. Letztes Jahr waren dies 483 Tonnen. Man schaue aber genau hin. Wenn der Anteil von Sand, Stein oder Organischem entsprechend den Vorgaben des Kantons höher ist, geht das Material zur Wiederverwertung. Wo möglich und sinnvoll, sammle man das Laub ein und gebe es in die Kompostierung.

Die Stadt Brugg gibt laut Werkhofleiter Roger Brogli Laub von den Strassen in die Aufbereitung. Die Mengen schwanken dabei stark, es sind zwischen 80 und 120 Tonnen pro Jahr.

Die Firma von Thomas Lüpold in Möriken macht solche Aufbereitungen und betreut über 60 Aargauer und Solothurner Gemeinden. Hier fallen pro Jahr 12 000 bis 14 000 Tonnen Strassenkehrgut, Schacht- und Kanalisationsdreck an, auch von der Autobahn. Lüpold agiert nach dem Prinzip: «Wir wollen nicht deponieren.» In der eigenen Dreckwaschanlage wird alles buchstäblich auseinandergenommen. Es resultieren bis 50 Prozent Sand und Kies, der Rest sind Organisches und Plastik. Das Organische geht in Biogasanlagen, «vernachlässigbar wenig in die KVA», sagt Lüpold. (MKU)