Die Freisinnigen sind die einzige Partei, die ihren Delegierten zwei Personen für die Kandidatur zur Wahl vorschlägt. SP, Grüne und GLP haben an ihren Parteitagen nur eine Kandidatin oder einen Kandidaten vorgestellt, die Delegierten der SVP befinden morgen Donnerstag in Aarau darüber, ob sie mit Fraktionschef Jean-Pierre Gallati in den Wahlkampf steigen.

Jungfreisinnige unterstützen Jeanine Glarner 

Für die FDP wollen Grossrätin Jeanine Glarner aus Möriken-Wildegg und Grossrat Gérald Strub aus Boniswil am Hallwilersee kandidieren. 176 Delegierte, sowie 26 Mitglieder der Geschäftsleitung sind stimmberechtigt.

Jeder Bezirk kann für jede seiner Vertretung im Grossen Rat acht Delegierte bestimmen, aus der FDP und den Jungfreisinnigen. Diese entscheiden heute, wer für die FDP ins Rennen um den Sitz von Franziska Roth (ehemals SVP) steigt. Auf sicher hat Jeanine Glarner die Unterstützung der Jungfreisinnigen. Dies habe die erweiterte Präsidentenkonferenz der Partei einstimmig beschlossen, teilen sie mit. Jeanine Glarner werde nicht nur überparteilich für ihre Fachkompetenz geschätzt, sondern sei auch durch ihr Engagement für die jüngere Generation die ideale Kandidatin. «Jeanine Glarner war unsere Präsidentin und hat bereits während ihrer Zeit an der Spitze des Aargauer Jungfreisinns diverse politische Erfolge erzielt», lässt sich Präsident Robin Röösli in der Mitteilung an die Medien zitieren. Die Jungfreisinnigen würden alles in ihrer Macht stehende tun, um Glarners Kandidatur zum Erfolg zu verhelfen. 

Benjamin Riva, der Medienchef der Jungpartei sagt auf Anfrage, er rechne damit, dass gegen 30 Jungfreisinnige heute an der Delegiertenversammlung teilnehmen werden und Glarner ihre Stimme geben. «Das ist eine stolze Zahl für eine Jungpartei. Diese Stimmen können entscheidend sein», so Riva. (eva)