Kolumne

Matthias Jauslin war der fleissigste Aargauer in Bundesbern

Matthias Jauslin war in der vergangenen Legislatur der fleissigste Aargauer Nationalrat.

Der Wohler FDP-Nationalrat verpasste nur 0,21 Abstimmungen in der vergangenen Legislaturperiode. Andere Aargauer Volksvertreter eifern ihm nach, andere weniger.

In der zu Ende gehenden Legislatur hat FDP-Nationalrat Matthias Jauslin lediglich 9 von 4341 Abstimmungen im Nationalrat verpasst – das ergibt eine Nicht-Teilnahme-Quote von 0,21 Prozent. Laut einer Analyse von politik.ch war Jauslin damit der fleissigste Aargauer Nationalrat in der letzten Legislatur. Insgesamt haben nur vier Nationalrätinnen – allesamt aus der SVP-Fraktion – in den letzten vier Jahren häufiger auf den Knopf gedrückt als der Wohler Unternehmer.

Mehr als Jauslin, aber noch immer weniger als zwei Prozent der Abstimmungen verpasst haben die Nationalrätinnen Sylvia Flückiger (SVP) mit einer Quote von 0,94 Prozent und
Ruth Humbel (CVP) mit 1,29 Prozent. Auch Andreas Glarner (SVP, 1,7 Prozent) und BDP-Nationalrat Bernhard Guhl (1,8 Prozent) haben kaum Abstimmungen verpasst. Damit befinden sich 5 der 16 Aargauer Nationalräte und Nationalrätinnen im vorderen Drittel.

Beat Flach (GLP), Irène Kälin (Grüne) und Thomas Burgherr (SVP) bewegen sich im Mittelfeld. Flach hat 3,2 Prozent verpasst, was 139 Abstimmungen entspricht, Burgherr und Kälin je 3,5 Prozent. Noch etwas weniger häufig am Knopf waren Maximilian Reimann (SVP, 4,01 Prozent), Yvonne Feri (SP, 4,26 Prozent), Thierry Burkart (FDP, 4,49 Prozent), Hansjörg Knecht (SVP, 5,28 Prozent), Corina Eichenberger (FDP, 5,76 Prozent), sowie Luzi Stamm (SVP, 6,8 Prozent).

Am wenigsten über Geschäfte im Nationalrat abgestimmt haben zwischen 2015 und diesem Herbst Cédric Wermuth und Ulrich Giezendanner. Wermuth, der Ständeratskandidat der SP, fehlte bei 11,47 Prozent der Abstimmungen, der zurücktretende SVP-Nationalrat Giezendanner mit 11,93 Prozent fast gleich oft.

Seltener anwesend waren lediglich 13 Nationalräte und Nationalrätinnen. Am meisten gefehlt hat der Zürcher SVP-Nationalrat Roger Köppel. Er hat 1006 Abstimmungen verpasst. Köppel hat also bei fast einem Viertel aller Abstimmungen seine Stimme nicht abgegeben.

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