Energie
Mehr Gewinn: AEW liefert dem Kanton 20 Millionen Franken ab

Das Aargauer Energieversorgungsunternehmen AEW Energie AG hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2011/2012 nach Einbussen in den beiden Jahren davor wieder erhöhen können. Das freut auch den Kanton. Er bekommt als Besitzer 20 Millionen Franken.

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AEW will stärker in Photovoltaik-Anlagen investieren.

AEW will stärker in Photovoltaik-Anlagen investieren.

Aargauer Zeitung

Der Gewinn stieg im letzten Geschäftsjahr um 3 auf 64,9 Millionen Franken und dies obschon die Nachfrage nach Energie erneut leicht zurückging.

Mit einem Gewinn von 64,9 Millionen ist das im Besitze des Kantons Aargau stehende Unternehmen aber immer noch knapp 5 Millionen Franken vom Rekordergebnis des Geschäftsjahres 2008/2009 entfernt. Der Nettoumsatz aus dem Stromgeschäft lag mit 476,6 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres.

Das operative Betriebsergebnis (EBIT) ging um 5 auf 56,7 Millionen Franken zurück. Als Ursache dafür nannte AEW-Finanzchef Daniel Schibli am Donnerstag vor dem Medien in Aarau die Auflösung von Rückstellungen im Geschäftsjahr 2010/2011.

Das Finanzergebnis verbesserte sich dank der guten Situation auf den Geld- und Kapitalmärkten und auf Grund der unveränderten Axpo-Dividende um 9,3 auf 20,6 Millionen Franken. Zwei Drittel dieser 9,3 Millionen waren auf den Rückgang nicht realisierter Verluste auf Währungen und Kurse zurückzuführen.

Leicht weniger Strom geliefert

Höhere Temperaturen und eine geringere Auslastung der Industrie führten zu einem Rückgang bei der Energiebeschaffung um 0,8 Prozent auf 4'263 Millionen Kilowattstunden. Das Wachstum der Bevölkerung und die anhaltende Neubautätigkeit hätten die negativen Faktoren vorerst nicht kompensieren können, sagte AEW-Netzchef René Soland.

Im Kanton Aargau seien aber in letzter Zeit Hunderte von neuen Wohnungen gebaut und ans AEW-Netz angeschlossen worden. Dies werde sich schon bald auf den Verbrauch auswirken.

Kaum Gelegenheit zu investieren

In den Neubau und den Ersatz von Anlagen für das Strom- und Wärmegeschäft investierte die AEW AG 36,3 Millionen Franken, rund 3 Millionen Franken weniger als im Geschäftsjahr davor. Die Gelegenheiten, in neue Anlagen zu investieren seien im Moment rar, hiess es.

Dennoch hat die AEW AG für die Zukunft grössere Investitionen im Visier. Geprüft wird eine Beteiligung an einem Windpark in Süddeutschland. Zudem wird die Konzessionserneuerung des Wasserkraftwerkes Klingnau die AEW und die Axpo einen grösseren Betrag kosten.

Will stärker in Photovoltaik investieren

Die AEW AG möchte auch stärker in Photovoltaikanlagen investieren, doch oft scheiterten solche Engagements an der Wirtschaftlichkeit, sagte AEW-Chef Peter Bühler. Erschwerend bei Investitionen in Projekte der Windenergie sei der lange Zeitraum zwischen Planung und Realisierung.

An den Kanton Aargau und die Gemeinden gingen 41,4 Millionen Franken. Dieser Betrag setzt sich aus Dividenden, Steuern, Konzessionsentschädigungen, Wasserrechtsentschädigungen und Gebühren zusammen. Die Dividende des Kantons allein beträgt 20,5 Millionen Franken, eine halbe Million mehr als im Vorjahr.

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