Prozess

Nach Freispruch für Hochseilartist Freddy Nock: Staatsanwalt zieht Urteil nicht weiter

Freispruch für Freddy Nock vor Aargauer Obergericht (3.11.2020)

Freispruch für Freddy Nock vor Aargauer Obergericht (3.11.2020)

Anfang Monat hat das Aargauer Obergericht den Hochseilartisten Freddy Nock unter anderem vom Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung freigesprochen. Die Richter hatten zu viele Zweifel, ob sich die angeklagten Vorfälle tatsächlich so zugetragen haben. Staatsanwalt Simon Burger warf Nock unter anderem vor, dass er 2013 seine Ehefrau im Hotelzimmer nach den Swiss Awards geschlagen und ihr ein Kissen auf das Gesicht gedrückt haben soll. So lange, bis sie sich totgestellt hat. Er hatte vor Obergericht eine Freiheitsstrafe von 6,5 Jahren beantragt.

Wie Tele M1 berichtet, verzichtet die Staatsanwaltschaft nun aber darauf, das Urteil ans Bundesgericht weiterzuziehen. «Wir könnten mit einer Beschwerde nur geltend machen, dass die Beweiswürdigung des Gerichts willkürlich war», begründet Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, gegenüber dem TV-Sender. «Das war hier nicht der Fall. Darum werden wir diesen Freispruch akzeptieren.» Damit dürfte das Urteil nach Ablauf der 30-tägigen Beschwerdefrist in Rechtskraft erwachsen. (az)

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