Corona an der Schule
Ab 16. August wird an Aargauer Schulen wieder regelmässig getestet – und noch vor den Herbstferien auch geimpft

Wegen verunreinigter Testkits können an Aargauer Schulen nach den Ferien zunächst keine regelmässigen Tests durchgeführt werden. Nun hat der Kanton einen neuen Hersteller gefunden. Mit einer Woche Verspätung wird nun getestet. Zudem soll es noch vor den Herbstferien Impfungen an den Schulen geben.

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Mit eeinem neuen Hersteller soll nun auch im Kanton Aargau repetitives Testen wieder möglich sein.

Mit eeinem neuen Hersteller soll nun auch im Kanton Aargau repetitives Testen wieder möglich sein.

Gaetan Bally / KEYSTONE

Das repetitive Testen an Schulen und sozialmedizinischen Institutionen wird am 16. August wieder aufgenommen. Wie das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Freitag mitteilt, habe man einen neuen Testkit-Lieferanten gefunden. Noch am Mittwoch hiess es von Seiten des Kantons, dass der Aargau nicht auf andere Lieferanten von Testmaterial ausweichen könne. Dies hat sich offenbar rasch geändert: Mit dem Hersteller Procomcure Biotech habe das DGS einen Lieferanten gewonnen, der bereits neue Testkits an den Kanton geliefert habe.

Mit den Testkits des neuen Herstellers muss nun nicht mehr mit einer Kochsalzlösung, sondern mit zwei Millilitern Wasser gegurgelt werden, das sich in einem der verschlossenen Röhrchen befindet. Mit Hilfe eines Trichters wird der Speichel dann in das zweite Röhrchen gegeben, in dem sich eine dickflüssige Stabilisierungslösung zur Konservierung der Speichelprobe befindet.

Massentests im Juli wegen verunreinigten Testkits unterbrochen

Der bisherige Testkit-Hersteller Disposan musste im Juli verunreinigte Testkits zurückrufen, weswegen das repetitive Testen bereits für zwei Wochen unterbrochen werden musste. Daraufhin hatte die Herstellerfirma sämtliche Testkits ausgetauscht. Wie das DGS mitteilt, haben diese jedoch keine Swissmedic-Freigabe erhalten.

Mit einer Woche Verspätung kann an Aargauer Schulen nun wieder regelmässig getestet werden. In der kommenden Woche werden die Testkits an die 141 teilnehmenden Schulen ausgeliefert. Ab dem 23. August können dann auch Betriebe und Pflegeheime wieder repetitiv testen.

Gleichzeitig wird das zentrale Poolen eingeführt, das den Aufwand für teilnehmende Organisationen deutlich reduziert. So können sich damit bereits Betriebe beim Kanton registrieren, bei denen mindestens eine testwillige Person angestellt ist. Die Teilnahme an den repetitiven Tests bleibt sowohl in Schulen, als auch in Firmen freiwillig.

Impfen direkt vor Ort an den Schulen

Zudem arbeite der Kanton mit Hochdruck daran, ein Impfangebot für Schülerinnen und Schüler vor Ort an den Schulen zur Verfügung zu stellen. Gestartet werden soll noch im August an den kantonalen Mittelschulen. Danach folgen zeitnah Berufsfachschulen. In einem zweiten Schritt sollen noch vor den Herbstferien Impfungen auch an der Oberstufe der Volksschule angeboten werden. Die Detailplanung wird laut Gesundheitsdepartement ab nächster Woche schrittweise mit den betroffenen Schulen und in Zusammenarbeit mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) in Angriff genommen.

Welcher Impfstoff eingesetzt wird, ist laut Andreas Obrecht, Leiter der Covid-19-Kampagne, noch offen. Ende Juli hatte sein Sprecher Matthias Gerth gesagt, an Schulen werde erst geimpft, wenn Moderna für 12- bis 17-Jährige zugelassen sei. Schulimpfungen mit Biontech/Pfizer wären logistisch zu kompliziert, weil der Impfstoff bei sehr tiefen Temperaturen gelagert werden müsse. Obrecht sagt, man habe zu Beginn der Impfkampagne in Heimen auch mit Biontech/Pfizer geimpft. (phh/fh)

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