Kantonsspital Aarau

Neuer Labortrakt für 80 Millionen: KSA-Masterplan nimmt Gestalt an

Das Modell lässt erahnen, wie sich der Labor-Neubau in den Spital-Park einfügt. zvg

Das Modell lässt erahnen, wie sich der Labor-Neubau in den Spital-Park einfügt. zvg

Die Würfel sind gefallen: In Aarau sollen 13 Laboratorien in einem Neubau untergebracht werden. Läuft alles rund, geht es Mitte 2016 mit den Bauarbeiten los. Zwei Jahre später, im Jahr 2018, soll der 80-Millionen-Neubau bezugsbereit sein.

Ein Meilenstein für die Erneuerung des Kantonsspitals in Aarau ist gesetzt: Im Architekturwettbewerb für den Neubau, in dem künftig die meisten der 13 Laboratorien, die Pathologie und die Rechtsmedizin untergebracht werden sollen, sind die Würfel gefallen. Läuft alles rund, geht es Mitte 2016 mit den Bauarbeiten los, Ende 2018 sollte das neue Laborgebäude bezugsbereit sein.

Mit einem Investitionsvolumen von 80 bis 90 Millionen Franken ist das neue Laborgebäude ein Kernstück der ersten Etappe des Masterplans zur Erneuerung des Kantonsspitals.

Zum Siegerprojekt wurde «Verity» des Basler Architekturbüros Burckhardt + Partner AG gekürt: ein Gebäude von «wohltuend einfacher Struktur», aber doch kräftig genug, um ein Aushängeschild für das neue Kantonsspital zu sein, wie die Jury befand. Während ursprünglich die Idee eines kompletten Klinik-Neubaus bestand, sieht der Masterplan nun wohl verschiedene Erweiterungs- und Neubauten vor, erhält aber den historisch gewachsenen Campus-Charakter des Kantonsspitals.

Wie sich der neue Labor-Komplex dereinst in das Stadtbild an der Buchserstrasse und die Parklandschaft des Spital-Campus einfügt, kann man sich bis zum 21. Oktober vor Ort näher anschauen. Pläne und Modelle des Siegerprojekts und der vier weiteren Wettbewerbsprojekte sind ab heute im Eingangsbereich des Kantonsspitals öffentlich zugänglich ausgestellt (jeweils von 7 bis 20 Uhr, 21. November bis 12 Uhr). Der Bau mit drei Obergeschossen verfügt über eine Hauptnutzfläche von knapp 7000 Quadratmetern, in einem von zwei Untergeschossen entstehen rund 100 zusätzliche Parkplätze.

Der Ende Monat abtretende CEO des Kantonsspitals, Hans Leuenberger, zeigte sich gestern an der Vernissage überzeugt vom Siegerentwurf: «Wir glauben, mit dem Projekt optimal für die Zukunft gerüstet zu sein.» Dabei kommt der Neubau kein bisschen zu früh. Die neue Rechtsmedizin sei in engen Provisorien untergebracht und die Pathologie in einem Altbau, wo man nicht mehr von einer würdigen Arbeitsplatzqualität sprechen könne, so Leuenberger. Die zentrale Unterbringung der Institute für Labormedizin, Rechtsmedizin und Pathologie soll nicht nur die prekären Platzverhältnisse beheben, sondern durch die Vermeidung von Doppelspurigkeiten und optimierte Prozesse auch die Betriebskosten senken. Auch für den Laien nachvollziehbar ist zum Beispiel, dass sich Synergien ergeben, wenn die Pathologie und die Rechtsmedizin für die Durchführung von Autopsien die gleiche Infrastruktur nutzen können.

Für die Bauten der ersten Etappe rechnet der Masterplan zur Erneuerung des Kantonsspitals mit Kosten von 230 Millionen. Dazu gehören neben dem Labor-Neubau etwa die Konzentration der neurologischen Disziplinen in einem bereits laufenden Anbau an das bestehende Haus 4 oder die Sanierung der Spitalapotheke. Bis 2023 soll das Hauptgebäude durch zwei Anbauten erweitert werden, wo ein neues Notfallzentrum mit integrierter Intensivstation entstehen und die Operationssäle konzentriert werden sollen. Die Kostenschätzungen für den gesamten Masterplan belaufen sich auf 700 bis 800 Millionen.

Meistgesehen

Artboard 1