Kommentar 

Neues Lohnsystem für Lehrpersonen: Eine Investition am richtigen Ort  

Lehrpersonen erhalten im Kanton künftig attraktivere Löhne.

Lehrpersonen erhalten im Kanton künftig attraktivere Löhne.

Das neue Lohnsystem «Arcus» wird 2022 eingeführt. Dadurch wird der Lehrerberuf im Kanton Aargau wieder attraktiv.

Mit dem Beschluss des neuen Entlöhnungssystems für Lehrerinnen und Lehrer hat der Grosse Rat einen entscheidenden Schritt gemacht, damit im Aargau der Lehrerberuf wieder attraktiv wird. Insbesondere für Jüngere wird es sich ab 2022 deutlich mehr lohnen, im Kanton zu unterrichten als bis anhin. Eine Lehrerin verdient heute im Aargau in ihrem elften Berufsjahr rund 50000 Franken weniger als ein Lehrer im Kanton Solothurn.

Das ist nur ein Beispiel dafür, wie wenig konkurrenzfähig die Löhne von Aargauer Lehrpersonen im Vergleich mit den Nachbarkantonen sind. Es ist ihnen nicht zu verübeln, dass sie deshalb gerne eine Stelle auf der anderen Seite der Kantonsgrenze annehmen. Der Aargau bildet also Jahr für Jahr Lehrerinnen und Lehrer aus, die dann in Zürich, Luzern oder Zug unterrichten, während hier seit Jahren ein Lehrermangel beklagt wird.  

Mit dem neuen Entlöhnungssystem werden darum nicht nur die Löhne der Lehrpersonen dem Markt angeglichen, die jährlich zusätzlich dafür aufgewendeten rund 80 Millionen Franken sind auch als Investition zu sehen. Zwar hätten Kanton und Gemeinden mit einer schrittweisen Einführung, wie sie die Bürgerliche forderten, einige Millionen Franken einsparen können. Den Entscheid, die geplante Lohnanpassung in einem Schritt umzusetzen, ist aber trotz unsicherer Wirtschaftslage richtig - die Lehrerinnen und Lehrer haben lange genug gewartet. 

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