Freddy Nock

Nock-Tochter: «Mein Vater ist absolut kein gewalttätiger Mensch»

Freddy Nocks Ex-Frau machte Stieftochter fast den gleichen Vorwurf

Melanie und Kimberly Nock äusserten sich am Donnerstag bei Tele M1 zur Freiheitsstrafe ihres Vaters.

Einen Tag nach dem Urteil sprechen Melanie und Kimberley Nock, Töchter des Aargauer Hochseilartisten Freddy Nock, über den Prozess gegen ihren Vater und ihr Unverständnis über das Urteil.

Die beiden Töchter begleiteten am Mittwoch ihren Vater zum Bezirksgericht Zofingen, um ihn zu unterstützen. «Als das Urteil fiel und sie ihn dann mitnahmen, war ich zutiefst schockiert und traurig», so Melanie. Kimberley Nock findet es einen Witz, dass ihr Vater verurteilt wurde: «Frau Nock wollte mir vor ein paar Jahren ja auch anhängen, dass ich meinen kleinen Bruder mit dem Kissen ersticken wollte.» Es sei traurig und fast etwas lächerlich, dass sie genau diese Geschichte nun bei ihrem Vater wieder hervorhole. «Es ist für uns einfach unglaubwürdig.»

«Mein Vater ist absolut kein gewalttätiger Mensch», so Melanie. Man habe ja gestern gehört, dass Frau Nock eine Person sei, die gerne mal etwas stichle und provoziere. «Da kann nicht jeder einfach ruhig daneben sitzen und sagen, ja du bist jetzt so» findet Kimberley. Schliesslich resümiert sie: «Es ist wichtig, dass wir im Herzen wissen, was richtig und was falsch ist.»

Hochseilartist Freddy Nock zu 2,5 Jahren teilbedingt verurteilt

Hochseilartist Freddy Nock zu 2,5 Jahren teilbedingt verurteilt – das sagten Verteidiger und Staatsanwalt nach der Urteilsverkündung am Mittwochabend.

Am Mittwoch stand der Aargauer Hochseilartist Freddy Nock vor dem Bezirksgericht Zofingen. Er war wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, mehrfacher Gefährdung des Lebens und mehrfacher versuchter Körperverletzung angeklagt. Das Gericht sprach ihn schliesslich der versuchten vorsätzlichen Tötung seiner Ehefrau schuldig und verurteilte ihn zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren. 10 Monate davon muss er absitzen. Gleich nach der Urteilsverkündung kam er in Sicherheitshaft. (az)

Entschädigung: Kanton Aargau zahlte Freddy Nock 25'000 Franken

Entschädigung: Kanton Aargau zahlte Freddy Nock 25'000 Franken

Geplant war ein Auftritt des Hochseilartists an der Fête des Vignerons für eine Gage von rund 50'000 Franken. Weil sich die Staatsanwaltschaft meldete kippte der Kanton Nock aus dem Programm und bezahlte ihm eine Entschädigung in der Höhe von 25'000 Franken.

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