Innovationspark Schweiz

Nordwestschweiz und Aargau haben beim Innovationspark die Nase vorn

«InnovAARE» beim Paul Scherrer Institut in Villigen AG: Dieses geplante Projekt wird nun Teil des Innovationsparks.

«InnovAARE» beim Paul Scherrer Institut in Villigen AG: Dieses geplante Projekt wird nun Teil des Innovationsparks.

Die Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren favorisiert für den Nationalen Innovationspark die Standorte Aargau und Nordwestschweiz. Kantone, die jetzt leer ausgehen, können allenfalls in einem Nachverfahren in die Kränze kommen.

Die Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) hat die Startformation für den nationalen Innovationspark mit den Standorten Aargau und Nordwestschweiz definitiv festgelegt. Kantone, die jetzt leer ausgehen, können allenfalls in einem Nachverfahren in die Kränze kommen.

Die Plenarversammlung der VDK folgte am Donnerstag der Empfehlung des Vorstands von Anfang Juni und verabschiedete das Umsetzungskonzept zuhanden des Bundes einstimmig, wie die VDK mitteilte. Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) übernimmt nun die Federführung.

Als Zusatzstandorte neben den beiden gegebenen Hubs im Umfeld der ETH Zürich und Lausanne hatten sich acht Kantone oder Kantonsgruppen empfohlen. Beworben hatten sich die Innerschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Ob-, Nidwalden und Zug mit einem Gemeinschaftsprojekt.

St. Gallen, die beiden Appenzell sowie das Fürstentum Liechtenstein planten ein Netzwerk Ost. Als Einzelbewerber hofften der Kanton Bern mit einem Projekt in Biel, Graubünden, Thurgau und das Tessin auf einen Zuschlag für einen Netzwerkstandort.

Nachverfahren für die anderen Projekte

Zum Zug kommen nun in einem ersten Schritt der Kanton Aargau mit Villigen und dem Paul-Scherrer-Institut sowie die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura mit einem Life-Science-Cluster in der Region.

Für die anderen sechs Projekte möchte die VDK, dass der Bund ein Nachverfahren in die Wege leitet. Damit sollen die Kantone die Möglichkeit erhalten, sich bis Ende 2015 nachzuqualifizieren. Es brauche mehr Projekte mit noch mehr Kompetenzfeldern, damit der Nationale Innovationspark auch betrieblichen Erfolg haben werde, sagte der bernische VDK-Präsident Andreas Rickenbacher.

Spitzenforschung und Unternehmertum

Der Verein Swiss Innovation Park begrüsste in einer Reaktion den klaren Fokus auf zwei Hubs und zwei Netzwerkstandorte. Er ist froh über den Entscheid der Kantone, die weniger ausgereiften Projekte zurückzustellen. "Nur diese Selbstbeschränkung schafft einen sicheren Boden, auf dem sich der Innovationspark Schweiz international erfolgreich positionieren und national weiterentwickeln kann", teilte der Verein am Donnerstag mit.

Das Umsetzungskonzept für den nationalen Innovationspark wird nun durch den Bundesrat in einen Bundesbeschluss überführt und dem Parlament unterbreitet. Der Verein wird parallel eine nationale Trägerschaft aufbauen, die den Innovationspark betreiben soll.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann würdigte die Verabschiedung des Umsetzungskonzepts als "wichtigen Meilenstein im Projekt", wie er in der VDK-Mitteilung zitiert wird.

Mit dem Nationalen Innovationspark wollen Bund, Kantone, Wissenschaft und Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sichern. In der Nähe von Hochschulen oder Forschungsinstitutionen sollen Zentren entstehen, in denen Spitzenforschung und unternehmerische Innovationstätigkeit vereint werden. Der Innovationspark soll als Netzwerk organisiert werden.

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