Coronavirus

Oberster Aargauer Arzt fordert eine Maskenpflicht – Kanton will nicht vorpreschen

Oberster Aargauer Arzt fordert Maskenpflicht im Öffentlichen Verkehr

Der Beitrag von Tele M1 zur Forderung einer Schutzmaskenpflicht.

Trotz dringender Empfehlung des Bundes: Die meisten Menschen tragen in der Öffentlichkeit keine Schutzmaske. Das müsse sich schnell ändern, sagt Jürg Lareida. "Ich fordere ab sofort eine Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln, inklusive Flugzeug", sagt der Präsident des Aargauischen Ärzteverbands zum Regional-TV-Sender Tele M1. Sonst laufe man Gefahr, wieder in die gleiche Situation wie im März und April dieses Jahres zu geraten. Er habe viele Patienten, die nicht verstünden, warum es keine Pflicht gebe.

Der Kanton Aargau lässt verlauten, man unterstütze die Empfehlung des Bundesamts für Gesundheit, im öffentlichen Verkehr eine Maske zu tragen. Vorpreschen will man allerdings nicht. "Eine Maskenpflicht ist derzeit schwer zu vertreten", sagt Kantonsärztin Yvonne Hummel.

Der ÖV sei eine nationale Angelegenheit. Es mache darum wenig Sinn, als einzelner Kanton zu handeln. Allerdings war eine Pflicht am Freitag Thema im Vorstand der Kantonalen Gesundheitsdirektoren. Der Druck auf den Bundesrat könnte bald steigen. In der Umfrage der "Aargauer Zeitung" befürworten 70 Prozent oder fast 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Maskenpflicht.

Warum ringen sich dennoch die meisten Menschen nicht dazu durch, freiwillig eine Maske aufzusetzen? Eine Kurzumfrage von Tele M1 bringt zwei erstaunliche Antworten zu Tage: "Ich habe ein sehr gutes Immunsystem" und "Ich arbeite in einer Apotheke und habe sonst schon den ganzen Tag eine Maske an".

(mwa)

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