Tierschutz
Oftringer Tierhalter aus der Haft entlassen – Tiere darf er keine mehr halten

Das Zwangsmassnahmengericht hat den Antrag der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm auf ein Tierhalteverbot abgelehnt und den Beschuldigten aus der Haft entlassen. Nach dem Entscheid hat der Veterinärdienst des Kantons Aargau mit sofortiger Wirkung ein verwaltungsrechtliches Tierhalteverbot ausgesprochen.

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Am Dienstag, 4. Februar, entdeckte die Polizei mehrere schlecht gehaltene oder bereits tote Tiere. Der Halter ist wegen Tierquälerei vorbestraft.
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Auf dem Hof in Oftringen fand man Dutzende tote und verweste Tiere.
Eine Polizeipatrouille fand in Oftringen zufällig mehrere tote und bereits verweste Schafe. (Bild: Kapo Aargau)
Bei den Kontrollen kurz zuvor war der Tierhalter in Oftringen nicht aufgefallen. (Bild: TeleM1)

Am Dienstag, 4. Februar, entdeckte die Polizei mehrere schlecht gehaltene oder bereits tote Tiere. Der Halter ist wegen Tierquälerei vorbestraft.

Handout Kantonspolizei Aargau

Die Kantonspolizei hat Anfang Woche nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm in Oftringen einen Tierhalter festgenommen, nachdem auf seinem Grundstück etliche tote und teilweise in sehr schlechtem Zustand befindliche Tiere festgestellt werden konnten. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm ersuchte beim Zwangsmassnahmengericht als Ersatzmassnahme ein Tierhalteverbot.

Dieser Antrag wurde heute abgelehnt. Die Begründung: Die Voraussetzung für eine Inhaftierung und damit auch für eine Entlassung unter Ersatzmassnahmen sei nicht gegeben. Da vom Tierhalter keine Gefahr für Menschen ausgeht, könne er nicht weiter inhaftiert bleiben, so das Zwangsmassnahmengericht. Ausserdem befänden sich auf dem Anwesen des Beschuldigten keine Tiere mehr und der Beschuldigte habe erklärt, künftig keine Nutztiere mehr halten zu wollen.

Nun verhängt der Veterinärdienst Aargau das Tierhalteverbot

Der Veterinärdienst des Kantons Aargau hatte unabhängig vom Strafverfahren ein Tierhalteverbot in die Wege geleitet. Nach dem Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts tritt das Verbot mit sofortiger Wirkung in Kraft. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft wird damit eine Wiederholung der Tat verhindert, weshalb sie auf eine Beschwerde gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts verzichtet hat. (mma)

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