Pandemie
858 neue Fälle – Aargauer Spitäler melden vier freie Intensivbetten

Am Dienstag sind im Aargau erneut mehr Neuansteckungen registriert worden, als je zuvor. Kinder unter zwölf Jahren können sich noch nicht mit einer Impfung vor einer Ansteckung schützen. Das Gesundheitsdepartement rechnet jedoch mit einer baldigen Zulassung, wie eine E-Mail an Kinderärztinnen und Kinderärzte zeigt.

Noemi Lea Landolt
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405, 512, 687, 858. So viele neue Coronafälle sind im Aargau an den letzten vier Dienstagen registriert worden. Von Woche zu Woche mehr. Plus 26 Prozent, plus 34 Prozent, plus 24 Prozent. Seit dem 16. November hat sich die Anzahl Neuansteckungen mehr als verdoppelt. In den letzten sieben Tagen sind im Schnitt jeden Tag 666 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Am Dienstag wurden 127 Personen wegen Covid-19 im Spital behandelt – sechs mehr als am Montag. 21 Covid-Patientinnen und Covid-Patienten liegen auf der Intensivstation. Vier auf der Überwachungsstation. Die Aargauer Spitäler meldeten dem Kanton am Dienstag vier freie Intensivbetten.

Seit Beginn der Pandemie sind im Aargau 790 Personen, die an Covid-19 erkrankt waren, gestorben. Zwischen dem 1. und 7. Dezember starben im Aargau 21 Personen. Zwischen dem 1. und 7. November waren es 3. Zwischen dem 1. und 7. Oktober ebenfalls 3.

Nachfrage nach Erstimpfungen steigt leicht

Die Anzahl Erstimpfungen hat im Aargau am Montag mit 526 Impfungen und Dienstag mit 608 Impfungen leicht zugenommen im Vergleich zur Vorwoche, als am Montag und Dienstag 411 beziehungsweise 458 Erstimpfungen verabreicht wurden.

Die Nachfrage nach Booster-Impfungen ist weiterhin ungebrochen. In den letzten sieben Tagen wurde der Impfschutz von 25'626 Aargauerinnen und Aargauer aufgefrischt.

Kommt die Kinderimpfung noch vor Weihnachten?

Nach wie vor nicht gegen Covid-19 impfen lassen, können sich Kinder unter 12 Jahren. Swissmedic hat noch keinen Impfstoff für die Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen zugelassen. Wie Tele M1 berichtet, könnte die Zulassung aber schon bald vorliegen. Das kantonale Gesundheitsdepartement habe in einer E-Mail bereits Kinderärzte informiert. Darin heisst es:

«Der Bund geht in seiner Arbeitshypothese aktuell davon aus, dass der entsprechende Zulassungsentscheid zeitnah und gegebenenfalls noch vor Weihnachten vorliegen könnte.»

Der Bund habe die Kantone aufgefordert, die Umsetzung der Kinderimpfungen auf Ende Jahr oder Anfang 2022 vorzubereiten. Das Gesundheitsdepartement skizziert auch erste Pläne und hält in der E-Mail fest, dass allfällige Schulimpfungen freiwillig wären und eine schriftliche Zustimmung der Eltern notwendig wäre.

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