Serie Lieblingsplätze

Pepe Lienhard: «Was haben wir jeweils Party gemacht hier am Fünfweiher»

Der Aargauer Bandleader Pepe Lienhard führt die az zu seinen Lieblingsplätzen in Lenzburg. Er erzählt, wofür er seiner Mutter dankbar ist, wo er als junger Spund gefeiert hat und wo er schon als Bezirksschüler konzertierte.

Lenzburg hat zwei weltumspannende Export-Schlager: Hero ist als Konfitüre in aller Munde. Der Musiker Pepe Lienhard, mit Saxophon und Piccolo, swingend und jazzend in aller Ohren. Der Bandleader hat die Schweizer Unterhaltungsmusik in den vergangenen Jahrzehnten geprägt wie kaum ein anderer.

Voller Vorfreude, leicht angespannt. Neugierig auf die Begegnung mit dem Weltstar warten wir beim vereinbarten Treffpunkt am Bahnhofkiosk auf Pepe Lienhard. Zwei Monate lang sind zuvor Whatsapp zwischen seiner Frau Christine und dem az-Büro Lenzburg hin und her gegangen, bis es klappte.

Dann kommt er. Aus der Bahnhof-Unterführung steigt Pepe Lienhard, das Saxophon unter dem Arm, mit anderen Zugreisenden die Treppe hoch. Er ist nicht allein, spricht mit einer Frau. Oben angekommen, verabschiedet er sich. Schaut um sich. Wir begrüssen ihn mit «Grüezi Herr Lienhard». «I bi de Pepe», sagt er und reicht uns die Hand. Dreht sich noch einmal nach der Frau um, schmunzelt und sagt: «Das ist eine alte Bekannte von mir. Ich habe sie seit 50 Jahren nicht mehr gesehen.»

Genauso lange ist es her, seit Pepe Lienhard seine Heimatstadt verlassen hat. Mit 20 Jahren. Ein junger Musiker, hungrig auf die grosse weite Welt und den Erfolg. Es war der Start zu einer beispiellosen Karriere, die heute noch andauert.

Seine erste Band hat Pepe Lienhard in der Bezirksschule gegründet, «The College Stompers». 1969 folgte ein Profi-Sextett. Dessen erster Erfolg war «Sheila Baby». 1977 schaute mit der «Swiss Lady» am Eurovision Song Contest Platz 6 heraus. Von 1995 bis 2011 leitete Lienhard die Swiss Army Big Band. Mit dem 1980 gegründeten Pepe Lienhard Orchester trat er an Galas und Bällen auf, spielte unter anderem mit Sammy Davis jr. und Frank Sinatra, war 37 Jahre Begleitorchester von Udo Jürgens. Lienhard wohnt mit seiner Frau Christine in einem umgebauten Bauernhaus in Frauenfeld.

Nach einem halben Jahrhundert kehrt Pepe Lienhard zurück nach Lenzburg und führt die az-Leser an die wichtigen Plätze seiner Jugendzeit: Zum Elternhaus, wo er aufwuchs, zum Fünfweiher, wo Party gemacht wurde, bis ins Hotel Krone, wo er als Bezirksschüler die ersten Konzerte gab.

Klicken Sie sich durch die Bildergalerie oben und begleiten Sie Pepe Lienhard zu seinen Lieblingsplätzen in Lenzburg!

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