Frauenförderung
Politikerinnen von links bis rechts sind sich einig: Es braucht keine Quote

Was meinen Aargauer Politikerinnen zu einer Frauen-Quote? Die Meinungen sind klar: Braucht es nicht. Es dominiert die Ansicht: Eine Frau soll gewählt werden, weil sie über die notwendigen Fähigkeiten verfügt.

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Immer wieder wird eine Quote als Lösung genannt, um den Frauenanteil in der Politik zu erhöhen. Bei den Aargauer Ständerätinnen hat dieser Vorschlag keine Chance.

«Christine Egerszegi und ich finden: Zum Glück gibt es keine Frauenquoten, sonst müsste ja eine von uns zurücktreten», sagt Pascale Bruderer (SP). Sie glaubt, dass Frauen heute der Weg in die Politik offen stehe. «Das zeigte sich symbolisch im Jahr 2010, als es eine Frauenmehrheit im Bundesrat gab und darüber hinaus die Präsidien von National-, Stände- und Bundesrat alle von Frauen gehalten wurden.»

FDP-Ständerätin Egerszegi bestätigt dies: «Ich bin gegen Quoten, jemand soll aufgrund seiner Qualitäten gewählt werden.»

Die erste Grossratspräsidentin Elisabeth Schmid (CVP) sagte im Herbst 2013: «Gute Frauen gehen ihren Weg in der Politik auch ohne Quote».

Regierungsrätin Susanne Hochuli (Grüne) winkt auch ab: «Ich möchte keine Quotenfrau sein und erachte die Einführung zwingender Frauenquoten nicht als alleinseligmachendes Instrument, um die Vertretung von Frauen in führenden Positionen zu stärken.»

Klar gegen eine Quote ist SVP-Aargau-Präsidentin Stefanie Heimgartner: «Eine Frau soll gewählt werden, weil sie die Kenntnisse und Fähigkeiten für ein Amt hat, nicht wegen einer fixen Prozentzahl.» (fh)

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