Auszeichnung

Prix Courage 2020: Unter den Finalisten sind drei Aargauer

Der Prix Courage soll Menschen für spezielles ziviles Engagement ehren. (Symbolbild)

Der Prix Courage soll Menschen für spezielles ziviles Engagement ehren. (Symbolbild)

Mit dem Prix Courage des Magazins «Beobachter» werden jedes Jahr Menschen geehrt, welche durch ihre Zivilcourage aufgefallen sind. Dieses Mal sind unter den nominierten Finalisten zwei Aargauerinnen und ein Aargauer.

Das Schicksal von Cybermobbing-Opfer Céline dürfte vielen im Gedächtnis eingebrannt sein. Ihre Eltern Nadya und Candid Pfister setzen sich seit dem Selbstmord ihrer Tochter auf Instagram und Facebook mit dem Hashtag #célinesvoice gegen Cybermobbing ein. Regelmässig meldeten sich daraufhin junge Menschen bei den beiden mit Sorgen, Fragen und der Bitte um Zuspruch, so beschreibt der Beobachter das Engagement der Pfisters auf der Nominierten-Liste. 

Das Ehepaar aus Spreitenbach setze sich ausserdem dafür ein, dass Cybermobbing strafrechtlich verfolgt wird. Dafür erhält es Rückendeckung aus der Aargauer Politik: SP-Nationalrätin Gabriela Suter hat eine entsprechende parlamentarische Initiative eingereicht.

Nadya und Candid Pfister verloren ihre Tochter, die sich wegen Cybermobbing das Leben nahm. (Archivbild)

Nadya und Candid Pfister verloren ihre Tochter, die sich wegen Cybermobbing das Leben nahm. (Archivbild)

Gegen Ausgrenzung

Neben Nadya und Candid Pfister ist noch eine weitere Aargauerin für den Prix Courage nominiert. Susi Schildknecht setze mit ihrem Leben eine Zeichen für Akzeptanz, schreibt der Beobachter. Die Krankheit Krebs habe ihr das halbe Gesicht gekostet. Nun wolle sie zeigen, «dass sich niemand dafür schämen müsse.»

Zu ihrem Engagement habe die Ausgrenzung geführt, welche Schildknecht nach der Operation erfahren habe. Darin hatten ihr Ärzte ihre Nase, das rechte Auge inklusive Augenhöhle, die Stirn und die Wange entfernt, um alle Krebszellen auszumerzen. Jahrelang habe sich die Jonerin deswegen zuhause versteckt, so der Beobachter, bevor sie an die Öffentlichkeit getreten sei und seither auf ihrem Blog «Krebsgesicht», bei Fernsehauftritten und in Zeitungen über ihr Schicksal berichtet. So mache sie sich stark für Menschen mit Handicap.

Die zusätzliche Auszeichnung «Lifetime Award 2020» für besondere Dienste an der Gesellschaft geht übrigens dieses Jahr an die Hilfsorganisation «Die Dargebotene Hand». Gerade in Corona-Zeiten seien die Beratungen des Telefon-Seelsorgedienst von «unschätzbarem» Wert, begründet der Beobachter seine Wahl. (mma)

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