Villigen
PSI rüstet sich für die Zukunft: Synchrotron Lichtquelle Schweiz kann für 99 Millionen umgebaut werden

Parlament gibt grünes Licht für den geplanten Umbau in Villigen. Das SLS spielt bei den Anstrengungen zur Vorantreibung der Forschung zum neuartigen Coronavirus eine grosse Rolle.

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(Archivbild)

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Das Bundesparlament hat die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) in den Jahren 2021 bis 2024 beschlossen. Sie enthält unter anderem den Etat, den der ETH-Bereich für die kommenden Jahre erhalten wird. Er umfasst auch 99 Millionen Franken, die für den geplanten Umbau der Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) am Paul-Scherrer-Institut in Villigen benötigt werden.

Somit hat dieses Upgrade-­Projekt namens SLS 2.0 grünes Licht bekommen. «Wir freuen uns über die Zusage dieser Finanzierung. Es hat sich gezeigt, dass die Pandemie nicht dazu führen konnte, die langfristige Vision für den Forschungsstandort Schweiz zu beschädigen», sagt Christian Rüegg, Direktor des PSI. «Auch und gerade in diesen Zeiten brauchen wir die Spitzenforschung dringend.» Das PSI hat mit Beginn der Covid-19-Pandemie besondere Anstrengungen unternommen, die Forschung zum neuartigen Coronavirus voranzutreiben. Die SLS spielt dabei eine wichtige Rolle.

Umfangreiche Experimente realisiert

«In absehbarer Zeit werden viele wissenschaftliche Fragestellungen aufkommen, die wir mit der heutigen SLS nicht mehr beantworten können oder sehr lange Zeit dafür benötigen würden», sagt Hans Braun, Projektleiter SLS 2.0. Nach dem Upgrade wird die SLS einen deutlich intensiveren Röntgenstrahl bereitstellen. «Wir werden deutlich mehr Daten in derselben Zeit erhalten», so Braun. Andersherum formuliert: Umfangreiche Experimente, die bisher daran gescheitert sind, dass sie Wochen oder Monate gedauert hätten, werden dann realisierbar. (az)