Volksschule

Rechtsschutz für Lehrer? Drohungen von unzufriedenen Eltern nehmen zu

Zunehmender Druck: Der Schweizer Lehrerverband hat seinen Mitgliedern empfohlen, eine Rechtsschutzversicherung abzuschliessen. (Symbolbild)

Zunehmender Druck: Der Schweizer Lehrerverband hat seinen Mitgliedern empfohlen, eine Rechtsschutzversicherung abzuschliessen. (Symbolbild)

Eine Interpellation der CVP-Grossrätin Edith Saner verlangt eine bessere Unterstützung der Schule im Umgang mit schwierigen Eltern – Schulleitungen und Lehrerschaft haben seitens dieser zunehmend mit juristischem Druck zu kämpfen.

Eltern drohen Lehrpersonen und Schulleitungen zunehmend mit juristischen Schritten. Die Gründe sind vielfältig: Häufig geht es um Übertrittsentscheide, welche die Eltern nicht akzeptieren wollen, es geht um einzelne Prüfungen, um Schul- und Klassenzuteilungen oder auch um Sanktionen.

Schulleitungen und Lehrerschaft klagen denn auch über einen zunehmenden Druck von Seite der Eltern. Der Schweizer Lehrerverband hat deshalb seinen Mitgliedern empfohlen, eine Rechtsschutzversicherung abzuschliessen. Und viele Lehrpersonen fordern eine unabhängige Ombudsstelle, damit Streitigkeiten aufgefangen und geklärt werden können.

In einer Interpellation möchte Grossrätin Edith Saner (CVP) vom Regierungsrat wissen, ob es im Aargau verbindliche Statistiken über die Anzahl der Streitfälle zwischen Eltern, Lehrpersonen und Schulleitungen gibt.

Und ob man auch im Aargau eine Zunahme der Fälle feststellen kann. Nach Ansicht von Saner übernimmt die Schulpflege häufig die Vermittlerrolle in den Auseinandersetzungen mit den Eltern.

Nun ist aber der Weiterbestand der Institution «Schulpflege» im Aargau höchst unsicher. Doch wer könnte nach dem Wegfall der Schulpflege diese Vermittlungsaufgabe übernehmen – und was würde das kosten, fragt Edith Saner.

Auch die Rechtsschutzversicherung für Lehrpersonen thematisiert Saner. Sie erkundigt sich, was die Regierung dazu meint und wer die Versicherung allenfalls übernehmen würde. Ebenfalls möchte die Interpellantin wissen, was der Regierungsrat von der Schaffung einer Ombudsstelle hält.

Schliesslich fragt Saner, was der Kanton grundsätzlich unternimmt, um Lehrpersonen und Schulleitungen im Umgang mit schwierigen Eltern besser unterstützen zu können.

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