Zweiter Wahlgang

Regierungsrats-Ersatzwahlen: Auch Doris Aebi (GLP) zieht Kandidatur zurück

Doris Aebi.

Nach FDP-Kandidatin Jeanine Glarner zieht sich nun auch Doris Aebi (GLP) aus dem Regierungsratswahlkampf zurück, wie die Aargauer Grünliberalen in einer Mitteilung schreiben.

Doris Aebi hat dem Vorstand der Grünliberalen am Dienstag mitgeteilt, dass sie für den zweiten Wahlgang bei den Regierungsratsersatzwahlen nicht zur Verfügung steht. Zum Verzicht auf eine Kandidatur entschied sich Aebi laut Mitteilung der GLP mit Rücksicht auf die Frauenfrage. Auslöser war demnach die Information der SP an die Grünliberalen, dass Yvonne Feri am 24. November auf jeden Fall nochmals antreten werden.

Doris Aebi begründet ihren Entscheid damit, dass bei dieser Konstellation beide Kandidatinnen chancenlos wären. Dies, weil SVP-Kandidat Jean-Pierre Gallati, der im ersten Wahlgang deutlich am meisten Stimmen holte, mit der SVP im Rücken über die stärkste Wählerbasis verfügt. Mit ihrem Verzicht verhindere Doris Aebi, dass die Stimmen für eine Frau im Regierungsrat aufgesplittert würden, teilen die Grünliberalen mit.

Die GLP versteht Aebis Entscheid, bedauert aber, «dass sich die höchst qualifizierte Kandidatin der Mitte aufgrund der etablierten Links-Rechts-Denkmuster zurückzieht». Die Grünliberalen sind nach wie vor überzeugt, dass sie mit Aebi die stärkste Alternative zu Gallati gestellt hätten. Es sei ihr in kurzer Zeit gelungen, gegenüber den Umfragewerten stark zuzulegen und Wählerkreise über Parteigrenzen hinaus für sich zu gewinnen. (fh) 

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