Regierungsratswahlen

Roland Brogli für weitere Amtsperiode nominiert

Die Delegiertenversammlung würdigte Brogli mit stehendem Applaus

Die Delegiertenversammlung würdigte Brogli mit stehendem Applaus

An der CVP-Delegiertenversammlung wurde Finanzdirektor Roland Brogli als Kandidat für die Erneuerungswahlen im Herbst nominiert. Die Nomination war reine Formsache. Zur Nomination machte Bundesrätin Doris Leuthard ihrer Heimatsektion die Aufwartung

Schon Ende Januar hatte Finanzdirektor und CVP-Regierungsrat Roland Brogli zusammen mit Susanne Hochuli (Grüne), Urs Hofmann (SP) und Alex Hürzeler (SVP) bekanntgegeben, dass er sich für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung stellen will. Seine Nomination für die Regierungsratswahl im Oktober durch die Partei war natürlich Formsache. Am Donnerstagabend wurde Brogli von der CVP-Delegiertenversammlung in Stein offiziell per Akklamation bestätigt, mit einer standing ovation.

Marschrichtung vorgeben

Fraktionspräsident Peter Voser würdigte die Verdienste von Roland Brogli als Regierungsrat. Gerade in Zeiten einer wirtschaftlich unsicheren Lage sei es für den Aargau wichtig, über ein erfahrenen Finanzdirektor zu verfügen. Mit der grössten Regierungserfahrung könne er die Marschrichtung im Regierungskollegium vorgeben, das mache seine erneute Kandidatur für die Partei besonders wertvoll.

C wie Chance

Voller Freude und Gestaltungswille stelle er sich zum vierten Mal der Wahl als Regierungsrat, erklärte Brogli. Er sei sehr motiviert, eine nachhaltige Finanz- und Steuerpolitik zum Wohl des Wohn- und Wirtschaftsstandorts fortzusetzen. Die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre wäre ohne Unterstützung auch der Partei nicht möglich gewesen, so Brogli. In seiner Ansprache setzte er sich mit der CVP als seiner politischen Heimat auseinander. «Wo wäre unsere Gesellschaft ohne ihre bewährten, oder eben ihre konservativen Werte?», fragte er in die Runde. Broglis Antwort ist klar: «Sie wäre nirgendwo.»

Und so steht das viel diskutierte C im Parteinamen für ihn auch als C wie Chance: Die Chance, auf der Basis bewährter Werte zu politisieren. Und die Chance, die Menschen im Land davon zu überzeugen, dass die CVP eine verlässliche Partei mit Exponenten ist, auf die man zählen kann. Als Partei der Mitte habe es die CVP zwar nicht einfach, sich zu positionieren. Allerdings dürfe sie für sich in Anspruch nehmen, dass gerade ihre Position in der Mitte in der Vergangenheit oft richtungsweisend und vom Volk akzeptiert gewesen sei.

Die von der SVP, die mit ihrem Parteipräsidenten Thomas Burgherr einen zweiten Regierungssitz anstrebt, propagierte Allianz der bürgerlichen Parteien für die Regierungsratswahl, war an der CVP-Versammlung kein Thema.

Von landesweitem Ruf

Zur Nomination für die Regierungsratswahlen machte Bundesrätin Doris Leuthard ihrer Heimatsektion die Aufwartung. Roland Brogli war für sie so etwas wie ein politischer Ziehvater: Er präsidierte die Fraktion, als Leuthard in den Grossen Rat gewählt worden war.

Heute als Bundesrätin stelle sie fest, dass man ihn in der ganzen Schweiz als Finanzdirektor kenne und respektiere, der auf einen gesunden Haushalt achtet, aber auch zu Investitionen am richtigen Ort bereit ist. In diesem Sinn warb sie im Heimatkanton um Verständnis für ihre eigene Aufgabe. Sie verstehe die Begehren aus den Kantonen zur Bahn-Infrastruktur. «Aber der Chestenbergtunnel kostet 1,9 Milliarden, so viel Geld habe ich im Moment einfach nicht.

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