Maximilian Reimann (SVP)

Der älteste Nationalrat der Schweiz (Jahrgang 1942) ist seit dem 30. November 1987 im Bundeshaus. Zwischen 1995 und 2011 vertrat er zudem den Aargau für zwei Legislaturen im Ständerat – als erster SVPler des Kantons. Dieses Jahr ging er unter anderem als «Vertreter der Rentnergeneration» ins Wahlrennen.

Ulrich Giezendanner (SVP)

Einer der beiden dienstältesten Nationalräte der Schweiz. Seit dem 25. November 1991 sitzt er im Nationalrat, davor war er seit 1989 im Grossen Rat. Ans Aufhören ist nicht zu denken, so «Giezi» auf seiner Homepage. 2011 versuchte er den SVP-Ständeratssitz von Reimann zu halten – vergebens.

Luzi Stamm (SVP)

1984 wurde Stamm für die FDP in den Stadtrat von Baden gewählt. Fünf Jahre später wechselte er in den Grossen Rat. Ebenfalls für die FDP trat er 1991, gleichzeitig mit Giezendanner, in den Nationalrat ein. Erst 2001 wechselte er in zur Schweizerische Volkspartei (SVP).

Philipp Müller (FDP)

Der Schweizer Parteipräsident der FDP (seit 2012) sitzt bereits seit 2003 im Nationalrat, zuvor gehörte er für sechs Jahre dem Grossen Rat an. Der gelernter Gipser war zudem auch als Rennfahrer sehr erfolgreich: 1985/86 gewann er die Tourwagen-Europameisterschaft. Dieses Jahr trat er als National- und Ständerat an. Als Nationalrat wurde er wiedergewählt, bei der Ständeratswahl belegte er Platz drei hinter Pascale Bruderer und Hansjörg Knecht und wird zum zweiten Wahlgang wieder antreten.

Ruth Humbel (CVP)

Seit 1981 sass sie im Grossen Rat, ehe sie 2003 in den Nationalrat wechselte. Doch die Politikerin Humbel ist nicht nur eine langjährig erfahrene Politikerin. 1975 bis 1987 war sie auch im Nationalkader der Orientierungsläufer. Sie hat drei Mal Weltmeisterschafts-Bronze mit der Staffelgeholt sowie fünf Titel als Schweizermeisterin im Einzel. Und 2010 gewann sie die Weltmeisterschaften im Sprint und in der Langdistanz der Senioren.

Corina Eichenberger (FDP)

Von 1993 bis 2007 gehörte sie dem Grossen Rat an, 2005/06 stand sie diesem sogar als Präsidentin von. Seit 2007 ist sie im Nationalrat. Zudem ist die studierte Juristin Präsidentin des Nuklearforums Schweiz.

Sylvia Flückiger-Bäni (SVP)

Die SVPlerin war seit der Jahrtausendwende im Grossen Rat, ehe sie, zeitgleich wie Eichenberger, den Sprung in die grosse Kammer schaffte. Sie war zwischen 2004 und 2008 Vize-Präsidentin der SVP. Sie ist zudem Mitglied in verschiedenen Schiess-Vereinen, etwa den Sportschützen Muhen oder den Jagdschützen Suhr.

Cédric Wermuth (SP)

Der jüngste der Aargauer Nationalräte mit Jahrgang 1986 ist bereits seit 1999 Mitglied der Juso. In seiner Juso-Zeit war er für provokante Auftritte bekannt, so rauchte er beispielsweise einen Joint an der SP-Delegiertenversammlung. Ab 2008 war er für zwei Jahre Parteipräsident der Juso Schweiz, wurde 2011 in den Nationalrat gewählt und ist seit 2014 Co-Präsident der SP Aargau.

Hansjörg Knecht (SVP), Yvonne Feri (SP), Bernhard Guhl (BDP) und Beat Flach (GLP)

Hansjörg Knecht

Bereits seit 1996 war Knecht im Grossen Rat, das bis 2012. Ein Jahr zuvor schaffte er es in den Nationalrat. Dieses Jahr schaffte der «stille Schaffer» nicht nur die Wiederwahl, sondern belegte zudem den zweiten Platz bei den Ständeratswahlen – noch vor Philipp Müller (FDP) – wobei er aber das absolute Mehr verpasste. Knecht wird zum zweiten Wahlgang wieder antreten. 

Yvonne Feri

1998 wurde die gebürtige Badenerin in den Grossen Rat gewählt. Bei den nationalen Wahlen 2011 verpasste sie eigentlich den Sprung in den Nationalrat, da sie auf Platz vier landete. Durch den Einzug in den Ständerat von Pascale Bruderer durfte sie aber nachrücken. Dieses Jahr landete sie nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Cédric Wermuth auf Platz eins und schaffte damit die Wiederwahl.

Bernhard Guhl

Bis 1997 gehörte Guhl der Jung-SVP Thurgau an, ehe er die Politik zur Seite legte. Erst, als Eveline Widmer-Schlumpf 2007 aus der SVP ausgeschlossen wurde, bewegte es ihn dazu, wieder in die Politik einzusteigen und half mit, die BDP Aargau zu gründen und ist seither auch Präsident von jener. Nach nur zwei Jahren Grossrat wurde der Imker und Gruppenführer der Feuerwehr Rohrdorf im Jahr 2011 in den Nationalrat gewählt.

Beat Flach

Der gelernte Rheinschiffs-Matrose und studierte Jurist gehört 2008 zu den Gründungsmitgliedern der GLP Aargau. Ein Jahr später wurde er, zusammen mit Guhl, in den Grossen Rat gewählt. Zwei Jahre später gelangte er als einziger Aargauer GLP-Politiker nach Bundesbern.

Ständerätin Pascale Bruderer

1997 - 2004 war Bruderer im Einwohnerrat von Baden aktiv, doch schon seit 2001 im Grossen Rat. Dort wurde sie nur ein Jahr gehalten, ehe sie für Hans Zbinden in den Nationalrat nachrückte. Sie war damals die jüngste Nationalrätin. Nachdem sie sich 2007 bei den Ständeratswahlen mit einem dritten Platz begnügen musste, wurde sie 2011 in den Ständerat gewählt. Dieses Jahr war sie klare Favoritin und wurde auch von ihrer Mit-Rätin Christine Egerszegi (FDP) unterstützt.

Bruderer war unter anderem 2009/10 Nationalratspräsidentin und bekam 2008 von der eidgenössischen Jugendsession den ersten Prix Jeunesseverliehen, da sieJunge für die Politik begeistern will.