Coronavirus

So wütet Corona im Aargauer Krisenstab: Jetzt ist auch Oberst Stäuble krank

Oberst Rolf Stäuble ist nun auch am Coronavirus erkrankt.

Oberst Rolf Stäuble ist nun auch am Coronavirus erkrankt.

Nach Oberst Dieter Wicki nun auch Oberst Stäuble: Mittlerweile führt der Stellvertreter des Stellvertreters die Taskforce Coronavirus.

Die Liste der prominenten Coronapatienten im Aargau wird länger: Am Mittwoch wurde die Infektion von Oberst Dieter Wicki bekannt, dem Chef des Kantonalen Führungsstabes und Leiter der Taskforce Coronavirus. Und nun ist auch Wickis Stellvertreter Nummer 1, Oberst Rolf Stäuble, erkrankt. Das bestätigt der Leitende Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht, ebenfalls ein Stellvertreter Wickis, der nun die Taskforce Coronavirus vorübergehend leitet. Stäuble sei am Mittwochabend positiv getestet worden und nun zu Hause in Quarantäne.

Damit steigt die Zahl der Infizierten allein in der kantonalen Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz auf acht Personen. Zudem wurden zwei Zilvilschützer, die zur Unterstützung der Taskforce aufgeboten worden waren, positiv auf das Virus getestet. Dass sich all diese Personen in der Freizeit, und nicht bei der Arbeit infiziert haben, ist statistisch gesehen unwahrscheinlich. «Natürlich liegt die Vermutung nahe, dass es innerhalb der Abteilung zu Ansteckungen kam», sagt auch Umbricht.

Dieter Wicki und Rolf Stäuble (r.), aufgenommen im Mai 2019.

Dieter Wicki und Rolf Stäuble (r.), aufgenommen im Mai 2019.

Unvorsichtige Bevölkerungsschützer?

Waren also ausgerechnet die Mitglieder der Taskforce Coronavirus und der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz unvorsichtig? Philipp Umbricht relativiert: «Gerade bei Rolf Stäuble
hatte ich wirklich den Eindruck, dass er die Regeln sehr gut eingehalten hat. Aber es kann jeden treffen. Das Problem ist die lange Inkubationszeit des Virus. Die Personen können schon ansteckend sein, bevor sie Symptome zeigen.»

Auf jeden Fall habe man interne Konsequenzen gezogen und Abstandsregeln verschärft: «Es gelten im Büro nicht mehr zwei Meter Distanz, sondern zehn Meter, also bevorzugt Einzelbüros. Wenn immer dies möglich ist, wird die Arbeit im Homeoffice erledigt.» Das gelte ganz besonders für jene Personen, welche mit den bestätigten Patienten in den letzten Tagen Kontakt gehabt haben, so Philipp Umbricht. Er betont: «Wichtig ist jetzt, dass wir diesen ‹Chäfer› aus dem Haus kriegen.» Die Taskforce Coronavirus sei aber trotz dieser Ausfälle ohne Einschränkungen arbeitsfähig und hochmotiviert am Werk. (nro)

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