Coronavirus

Solidarische Hilfe für das Elsass: Der Kanton Aargau übernimmt Patienten

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati stimmte der Übernahme von Patienten aus dem Elsass zu.

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati stimmte der Übernahme von Patienten aus dem Elsass zu.

Der Kanton Aargau hat einem Hilfegesuch Frankreichs zugestimmt, dem Elsass zwei schwer erkrankte Patienten abzunehmen. Auch dem Tessin werden Patienten abgenommen.

Das Elsass ist zurzeit deutlich schwerer vom Coronavirus betroffen als der Kanton Aargau. Vor diesem Hintergrund hat der Koordination- und Steuerungsausschuss Coronavirus des Regierungsrats auf ein Hilfegesuch der französischen Behörden reagiert. Frankreich hatte den Kanton gebeten, zwei schwer erkrankte Patienten aus dem Elsass zu übernehmen.

Der Ausschuss, bestehend aus Landammann Markus Dieth und Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati, sah diesen Schritt als Zeichen der Solidarität, wie der Kanton am Samstag in einer Medienmitteilung schreibt. So sind am Samstag zwei Patienten aus Colmar per Helikopter ins Kantonsspital Aarau geflogen worden. Beide müssen gegenwärtig intubiert werden und müssen voraussichtlich für mehrere weitere Tage auf der Intensivstation betreut werden.

Auch der Kanton Tessin bedarf Solidarität

Das schwer getroffene Tessin möchte ebenfalls Patienten in die Deutschschweiz verlegen. Der Regierungsrat des Kantons Aargau ist auch hier bereit, solidarisch zu helfen. Der Kantonsärztliche Dienst Aargau wird mit dem Tessiner Kantonsarzt Patienten identifizieren, welche dringend auf eine Verlegung angewiesen sind. Diese werden dann in den Aargau transportiert.

«Beide Akte der Solidarität schränken die Kapazität des Aargauer Gesundheitswesens zur Behandlung von Coronavirus-Patienten aus dem Aargau nicht nachhaltig ein», heisst es in der Medienmitteilung des Kantons. (mma)

Meistgesehen

Artboard 1